Schwanau Versorgung und Verkehr als Themen

Am Ortsrundgang in Nonnenweier haben neben den Stadtplanern rund 30 Bürger teilgenommen. Foto: Bühler Foto: Lahrer Zeitung

Mit Ortsrundgängen in Allmannsweier und Nonnenweier hat die Gemeinde Schwanau einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Gemeindeentwicklungskonzept getan. Einwohner konnten sich mit Stadtplaner Elmar Groß austauschen.

Schwanau. Mehr als 80 Bürger suchten während der Veranstaltungen das Gespräch mit Elmar Groß und dessen Mitarbeitern David Späth und Stefanie Ganter. Groß freute sich über die Resonanz nach zwei von vier Ortsrundgängen. Die Bürger suchten den konstruktiven Austausch mit den Stadtplanern und konnten Verbesserungsvorschläge und Ideen einbringen.

In Allmannsweier wurde mit Kritik nicht gespart. Angesprochen wurden das Ortsbild, die Nahversorgung (Supermarkt Trunkenbolz), der Kindergarten, das Gemeindehaus und die Kirche. Gemeinderat Günter Walter plädierte dafür, über das Gemeindeentwicklungskonzept hinauszusehen. So gelte es auch, unpassende Wohnblöcke im Ortzentrum zu verhindern. Eine Verbesserung wird für Radfahrer in der Hauptstraße gewünscht. Bei der jüngsten Verkehrsschau sei ein Radstreifen abgelehnt worden. Groß ermunterte die Bürger, am Ball zu bleiben.

Weitere Themen waren der schlechte Zustand der Schultoiletten und Stellplätze für die Baugebiete. Zu verbessern sei auch der öffentliche Personennahverkehr. Kritisiert wurde die Verkehrssituation im Herrenweg. Beim Angler-See "Grünloch" sei der Übergang von Wohnraum zu gewerblich genutztem Raum ein Problem. Laut Groß bietet der Streifen hinter dem Campingplatz ein ausbaubares Verbindungspotenzial.

In Nonnenweier kamen die Themen Nahversorgung, Kindergarten Diakonissenhaus, Kindertagesstätte, Schule, Rat-und Feuerwehrhaus, das Heimethus sowie das Baugebiet "Im Ziegelgarten" zur Sprache. In Nonnenweier ist man sich einig über die Breitenwirkung des Diakonissenhauses, als größtem Arbeitgeber. Ortsvorsteherin Dagmar Frenk sagte: "Im Diakonissenhaus finden aktuell 100 Menschen einen Arbeitsplatz."

Angesprochen wurde die geplante Errichtung eines Supermarktes. Welche Discounter-Firma in Nonnenweier eröffnen wird, konnte Frenk nicht verraten. Die Bürger hoffen auf die Wiedereröffnung einer Post, zudem auf einen Bankautomaten. Trotz zahlreicher Bauernläden könne man sich in Nonnenweier nicht mit allem versorgen.

Bürger nutzen das Angebot zum Dialog

In der Hauptstraße wurden fehlende Parkmöglichkeiten angesprochen. Ortschaftsrat Mathias Janssen sagte: "Es ist schon eine Menge los." Die Verkehrsmenge habe allein durch Arbeitgeber in der Umgebung, stark zugenommen. Ratskollegin Ulrike Schätzle begrüßte die Tempo 30-Regelung. Sie setzte sich auch für stärkere Kontrollen ein.

Janssen sah im Bereich von Kindergarten und Schule zwar keine klassische Dorfmitte, dennoch eine Art "Insel inmitten von Nonnenweier". Befragt nach der Aufnahme des Dorfes in Förderprogramme, gab er sich vorsichtig optimistisch. Schwanau habe mit Ottenheim bewiesen, dass es sanieren könne. In der Schmidtenstraße sprach der Stadtplaner von einer "spannenden Achse zwischen Schule und Rathaus".

Um die Parksituation zu entzerren, sollen Parkflächen ausgewiesen werden, sagte Frenk. Das Ensemble zwischen Rat- und Feuerwehrhaus sowie dem Heimethus biete viel Potenzial. "Die räumliche Nähe müsste durch Gestaltung näher ins Bewusstsein rücken", regte der Städteplaner an. Zudem sei die Nachfolge­nutzug des Gerätehauses zu regeln, wenn die Feuerwehr umziehe.

Zum Abschluss der Rundgänge wurde auf Karteikarten nochmals formuliert, was sich im jeweiligen Ortsteil bis 2030 verändert haben sollte. Den Bürgern war zudem aufgefallen, dass Bürgermeister Wolfgang Brucker nicht zu den Rundgängen erschien. Der Grund dafür ist, dass sie intensiver mit den Stadtplanern ins Gespräch gehen sollten.

Am Samstag, 27. Oktober, sind um 10 Uhr die Bürger von Ottenheim gefragt. Man trifft sich an der Michaelskirche. Um 14 Uhr treffen sich Bürger von Wittenweier am Wilhelm-Schlager-Weg zum Rundgang.

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