Schwanau Info: Falschaussage

Bei Aussagen vor Gericht ist man der Wahrheit verpflichtet. Es gibt aber Ausnahmen: Bei der Verhandlung am Amtsgericht mit der Anklage "fahrlässige Tötung" machte die Ehefrau des Angeklagten, die bei dem Unfall mit im Wagen des Verursachers saß, von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.

Ein anderer Mitfahrer behauptete – allerdings als einziger –­, dass der Pkw kurz vor dem tödlichen Zusammenprall beschleunigt habe, der Angeklagte sei daher nicht mehr von der Gegenfahrbahn gekommen. Richter und Staatsanwalt hakten da mehrfach und sehr detailliert nach. Der Gutachter erklärte, dass diese Behauptung so nicht stimmen könne. Der Zeuge blieb aber bei dieser Aussage, konnte sich allerdings an alles andere kaum erinnern. Der Fall wurde in diesem Prozess aber nicht weiter erörtert.

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