Schwanau Tiefer Blick in die elterliche Seele

Britta und Stefan Lennardt haben in Allmannsweier mit Sketchen, wie hier als Barbie und Ken, unterhalten. Foto: Lehmann

Allmannsweier - Einen humorvollen Blick auf das Elternsein haben Stefan und Britta Lennardt geworfen. Mit überspitzten Darstellungen widmeten sie sich dem Thema Kinder und Zweisamkeit. Es ist nicht alles schlecht, wenn man Kinder hat – so das Ehepaar Lennardt im Comedy-Theater "Elternabend". Schließlich gebe es Kinderfreibeträge und Kindergeld.

 

In ihrem Stück beleuchteten sie das Elternsein, wie Kinder das Leben, die Wahrnehmung, aber auch das Paardasein beeinflussen. Eingeladen wurde durch das CVJM Schwanau und die Volkshochschule. Das Theater animierte das Publikum auch, über sich selbst nachzudenken und manchmal auch zu lachen. Einstieg in den humorvollen Abend waren Szenen aus dem Alltag mit Kindern. Schreiende Kinder, bockige Teenager und schweigsame Pubertierende.

Mit dem Elternsein werden plötzlich völlig neue Themen interessant – etwa der Windelinhalt des Sprösslings. Mit ihrer Art wusste das Duo Lennardt das Publikum mitzureißen und nahezu jeder Besucher konnte sich im Laufe des Abends an der einen oder anderen Stelle wiederfinden.

Auch, dass jedes Kind für die eigenen Eltern immer das tollste und intelligenteste ist, wurde auf die Schippe genommen, ebenso wie dass die Eltern die Arbeit plötzlich als befreiend und Erholung empfinden. Acht Stunden ohne Kinder seien für so manchen auf einmal ein Segen.

Barbie wird durch den Kakao gezogen

Doch auch die Zweisamkeit von Eltern war Thema des Abends. Sei es im Hinblick auf die Romantik oder auf übrig gebliebene Gemeinsamkeiten. Nachhaltiges Spielzeug, das auch politisch korrekt sei, solle außerdem den Kindern bereitgestellt werden. Eine Parodie auf die Barbie, die in unzähligen Kinderzimmern zum Einsatz kommt, durfte im Programm deshalb nicht fehlen und ließ das Publikum herzhaft lachen. Auch die Überschrift des Abends "Elternabend" wurde beim Duo-Theater durch den Kakao gezogen. Schweigende Eltern, wenn es um das Thema Protokollführung ginge und betroffene Blicke bei der Suche nach einem Elternsprecher.

Religion, Namensgebung von Kindern – hier seien insbesondere die Kindergärten der Spiegel der derzeitigen Kultur, aber auch die Art der Erholung, nämlich beim Betrachten von Shopping-TV wurde parodiert. Und am Ende des Abends stand das Fazit: Auch Eltern sind trotz aller Reibereien glücklich.

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