Bis zu 16 Wohneinheiten in Ottenheimer Straße geplant Seniorenbungalows in Nonnenweier

Neue Wohnmöglichkeiten für Senioren soll es in Nonnenweier geben. Im Bereich der Ottenheimer Straße sind Seniorenbungalows in Planung. Foto: Spata

Nonnenweier - Seniorenbungalows sollen in der Ottenheimer Straße in Nonnenweier errichtet werden. Heinz Neumann von der Projekt-Invest stellte das Projekt in der jüngsten Ortschaftsratssitzung vor.

In Nonnenweier soll ein Senioren-Service-Wohnen in Bungalows von der Projekt-Invest gemeinsam mit dem Schwesternverband realisiert werden. Im Ortenaukreis fehlen rund 11 550 Seniorenwohnungen, wie Heinz Neumann von der Projekt-Invest erläuterte, insbesondere im ländlichen Raum sei das Thema für die Senioren von Bedeutung. Rund 80 Prozent der Senioren würden zu Hause gepflegt und betreut, so sei es wichtig, bedarfsgerechte Wohnformen für Senioren anzubieten. Kleinere Wohneinheiten in optimaler Lage seien immer mehr von Bedeutung. Mit dem Senioren-Service-Wohnen soll eine hohe Lebensqualität in gewohntem Umfeld geboten werde. Ideal sei so etwas machbar, wenn Synergien zu vorhandenen Strukturen geschaffen werden können – was in Nonnenweier mit der Pflegeeinrichtung und -schule vorhanden sei.

Bewohner könnten hauswirtschaftliche Unterstützung erhalten

Im Regelfall seien die Wohnungen für das Service-Wohnen für Ehepaare oder zwei Personen geeignet. "Menschen, die ein Leben lang im eigenen Haus mit Garten verbracht haben, gehen nur ungern in stationäre Einrichtungen", verdeutlichte Neumann. "Wir möchten in Nonnenweier etwas entwickeln, was es in der ganzen Umgebung hier noch nicht gibt", fügte er an. Die Wohnfläche in den Bungalows sei ähnlich zum Geschoss-Wohnungsbau. Offen sei die Bauweise der Bungalows – ob modern oder klassisch. Service-Wohnen sei analog zu normalem Wohnen zu sehen, allerdings mit hauswirtschaftlicher Unterstützung. Das Personal sei vorhanden und könne bei Bedarf hinzugezogen werden. Auch die ambulante Pflege sei durch die Nähe zur Pflegeeinrichtung gewährleistet. Instandsetzungen und die Pflege der Außenanlagen gehörten zum Service-Wohnen hinzu. Der Mobilitätsservice runde das Angebot ab.

Als Fläche wurde der Bereich hinter der Pflegeeinrichtung in Nonnenweier mit 6550 Quadratmetern vorgesehen. In einem ersten Entwurf wurde mit 15 bis 16 Einheiten geplant. Die Bungalows sollen in Reihenbauweise errichtet werden. Auch eine Reservefläche für einen Erweiterungsbau ist bereits vorgesehen, etwa für Personal oder auch eine medizinische Versorgung, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.

Der Schwesternverband würde die Bungalows anmieten und damit dafür Sorge tragen, dass die Zweckbindung gewährleistet ist – ebenso wie die Wohnform des Service-Wohnens. "Mit diesem Objekt haben wir etwas Besonderes und mit dem Partner Schwesternverband einen verlässlichen Partner", sagte Neumann, der die Voraussetzungen ideal sah. Kritisch sah Andreas Biegert den Flächenverbrauch, den Neumann bereits im Vorfeld angesprochen hatte. So sei der Verbrauch bei einem mehrstöckigen Gebäude niedriger als bei den Bungalows. Er fragte, wieso keine Mischform zwischen Bungalows und mehrstöckigem Gebäude gewählt wurde. Neumann betonte, dass aufgrund von aktuellen Planungen der Bedarf nach dieser Nachfrage gedeckt wurde, neuartig sei der Bau von Bungalows. Michael Schiff wollte wissen, ob es eine andere Möglichkeit gebe, als die Eigentümerschaft in einer Hand. Ausschließen wollte dies Neumann nicht, allerdings gebe es noch einiges zu klären. Auch insbesondere im Hinblick auf die Erschließung, die aus privater Hand finanziert wird.

Um den Bau von Seniorenbungalows zu ermöglichen, soll der Bebauungsplan "Ottenheimer Straße" in Nonnenweier angepasst werden. Der Ortschaftsrat hat dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung die Empfehlung ausgesprochen, der Änderung des Bebauungsplans zuzustimmen. Auf eine Änderung des Flächennutzungsplans kann aufgrund des einstufigen Verfahrens verzichtet werden, ebenso wie auf einen Umweltbericht. Der Flächennutzungsplan ist jedoch nach Rechtskraft des Bebauungsplans zu berichtigen – ohne gesondertes Verfahren. Im Herbst soll die Offenlage beschlossen werden, wie Martina Stahl vom Bauamt informierte. Der bisherige Bebauungsplan wurde bereits im Bereich des Pflegezentrums geändert, nun soll der Bebauungsplan um den Bereich, in dem die Bungalows gebaut werden sollen, erweitert werden.

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