Schwanau "Schulentwicklung ist unabwendbar"

Bürgermeister Wolfgang Brucker (links) und Prozessbegleiter Christoph Weinmann stellen das Projekt vor. Foto: Röckelein

Schwanau - Die Gemeinde Schwanau hat ein Bürgerbeteiligungsverfahren beschlossen. Für die Ludwig-Frank-Grundschule soll ein neues Konzept erstellt werden.

Ganztags- oder Halbtagsschule an der Ludwig-Frank Grundschule in Schwanau? Das sollen die Bürger unter anderem nun mitentscheiden können. "Die Schule kommt gar nicht darum herum sich zu entwickeln. Das ist unabwendbar", so Prozessbegleiter Christoph Weinmann, der bereits mehrere solcher Projekte betreut hat. "Gerade ein Konzept für eine Ganztagsschule kann nur gemeinsam mit den Eltern getroffen werden".

Das Entscheidungsgremium, das die endgültigen Entscheidungen fällt, besteht aus dem Gemeinderat und der Schulkonferenz, die sich wiederum unter anderem aus Schulleitern und Elternvertretern, zusammensetzt. In mehreren Verfahrensstufen haben alle Bürger Schwanaus die Möglichkeit zu Wort zu kommen. "Wir wollen den entscheidenden Gremien nicht reinreden, sondern ihnen den Weg erleuchten durch transparente Prozesse", sagt Bürgermeister Wolfgang Brucker (CDU).

Prozesse müssen transparent sein

Überhaupt ist Transparenz ein wichtiges Stichwort bei der Bürgerbeteiligung. Protokolle und Beschlüsse sollen während des Prozesses öffentlich gemacht und online auf die Homepage der Gemeinde gestellt werden. Ziel ist es mit der Beteiligung eine höhere Zufriedenheit der Bürger zu schaffen, als wenn Entscheidungen von "oben herab getroffen werden".

Im Dezember kam die Projektgruppe zum ersten Mal zusammen. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Frage "Wie kann eine gute Grundschulentwicklung in Schwanau gelingen?" Die Stimmung in der Gruppe sei laut Weinmann sehr konstruktiv und auch "ein bisschen aufbruchsmäßig" gewesen. "Die Leute sind gerne gekommen und alle wichtigen Gruppen waren vertreten." Die Teilnehmer sollten einschätzen, wie hoch der Entwicklungsdruck an der Ludwig-Frank-Schule sei. Dazu wurde eine Skala zwischen eins (niedrig) und zehn (sehr hoch) auf den Boden aufgemalt. Fast alle Teilnehmer platzierten sich zwischen den Zahlen acht bis zehn, erinnerte sich Weinmann. Der Prozess der Bürgerbeteiligung solle auf jeden Fall vor der Kommunalwahl beendet sein.

Nachdem in der Projektgruppe erste Leitsätze entwickelt wurden, trifft sich die Gruppe am 9. Februar 2019 in einer Öffentlichen Zukunftswerkstatt erneut. Hierzu sind alle Bürger zum informieren diskutieren und Ideen finden, eingeladen, insbesondere Eltern von Grundschülern und Kindergartenkindern.

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