Schwanau SC Freiburg denkt an seine Mitglieder

Uwe Schellinger, ein gebürtiger Friesenheimer verteilte am Samstag Taschen gefüllt mit Nahrungsmitteln und anderen Kleinigkeiten. Foto: Bohnert-Seidel

Friesenheim/Schwanau - Ehrenamtliche des SC Freiburg bringen zu 1000 Mitgliedern mit Lebensmitteln gefüllte Beutel. Einer von ihnen ist Uwe Schellinger, gebürtiger Friesenheimer, der in Freiburg Geschichte und Theologie studiert hat.

Gebürtiger Friesenheimer verteilt Geschenke an Mitglieder

Schellinger lebt in Freiburg und betreut beim SC Freiburg ehrenamtlich das Archiv. Bekannt ist der gebürtige Friesenheimer auch durch historische Beiträge im Jahrbuch "Geroldsecker Land".

Am vergangenen Wochenende lernten ihn die Menschen in Friesenheim, Schwanau, Lahr und Seelbach von einer anderen Seite kennen. Der Historiker ist auch Mitglied beim Sport-Club Freiburg und dort ehrenamtlicher Archivar.

Normalerweise findet Schellingers ehrenamtliche Arbeit als Archivar des SC ausschließlich hinter verschlossenen Türen, meist am PC, statt. Jetzt hat er sich auf den Weg in seine alte Heimat gemacht.

Nicht nur der Besuch bei seinen Eltern stand auf dem Plan. Schellinger hat alle Mitglieder des Sportclubs ab einem Alter von 70 Jahren besucht und an der Haustür oder über das Hoftor eine Tasche überreicht.

Darin waren Milch, ein paar Landjäger, Äpfel, Birnen, eine Fanmütze oder ein Schal. "Unterstützt von Sponsoren, will der Sport-Club seinen älteren Mitgliedern, die zur Corona-Risikogruppe zählen, eine kleine Freude bereiten", erklärte Schellinger.

Nette Gespräche ergeben sich 

Der 54-Jährige kommt gern nach Friesenheim. Schließlich erlebte er hier beim SC Friesenheim seine sportliche Karriere in der Verbandsliga. In seiner Heimatregion kennen ihn die Menschen und freuen sich über seinen Besuch.

Dass er dabei seine Schutzmaske aufbehält, ist für ihn selbstverständlich. Helmut Büchele aus Oberweier freute sich beispielsweise sehr.

Dabei ging es ihm viel weniger um die Tasche mit den guten Gaben, als vielmehr um das Gefühl, nicht vergessen worden zu sein und um die nette Geste.

Ein kurzes Gespräch über einen künftigen Besuch im Stadion ergab sich. Es wurden noch ein paar Worte gewechselt und schon ging es für Schellinger wieder weiter in die Bahnhofstraße und nach Heiligenzell.

Mit Abstand von Tür zu Tür 

Anschließend fuhr er nach Ottenheim, Lahr und Seelbach. Für diese Aktion hat er sich gern einige Stunden Zeit genommen. Nur mal abgeben und gleich verschwinden, das wollte der Archivar nicht.

Ein kleines Schwätzchen hier, ein größeres Schwätzchen da: Mit dem nötigen Abstand ist das möglich gewesen. Die Maske hat Schellinger nicht abgenommen, vor allem, um sein Gegenüber zu schützen. Die Überraschung ist dem Historiker gelungen.

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