Schwanau Neues Bauland für Allmannsweier in Sicht

Allmannsweier (jle). Neben dem Baugebiet "Pfuhl" soll mit dem Bebauungsplan "Waldweg" neue Wohnbaufläche in Allmannsweier entstehen. Bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung wurden die Pläne vorgestellt.

 

Mit dem Beschluss des Ortschaftsrats wurde der Bebauungsplan "Waldweg" auf den Weg gebracht. Seit sechs Jahren gibt es in Allmannsweier keine gemeindeeigenen Baugrundstücke mehr, dem nun entgegengewirkt werden. Im beschleunigten Verfahren soll die Satzung zum Bebauungsplan beschlossen werden. Die Fläche schließt an die Gebiete Briehel-Süd und an das Gewerbegebiet an. Sie ist rund 2,7 Hektar groß, geplant sind 23 Einzelhäuser mit anderthalb bis zweistöckigen Gebäuden. Hinzu kommen zwei Wohnhäuser mit zwei Stockwerken und zwei Gebäude mit drei Stockwerken, wobei das dritte Stockwerk ein Attikageschoss sein soll. Pro Wohneinheit sollen anderthalb Stellplätze eingefordert werden, die frei anfahrbar sein müssen. Ein Stellplatz direkt vor der Garage, die ebenfalls als Stellplatz zählt, ist somit nicht zulässig. Im Bereich der Mehrgeschosshäuser sind Tiefgaragen möglich, aber derzeit nicht vorgesehen.

Geplant ist eine Oberflächenentwässerung. Heißt, dass im öffentlichen Bereich Sickermulden gebaut werden, die Privateigentümer müssen das Regenwasser selbst auf ihren Grundstücken versickern lassen.

Weil das Gebiets nur aus Ackerfläche besteht, sei kein Umweltbericht notwendig. Beim Artenschutzbericht wurde laut Lioba Fischer vom gleichnamigen Planungsbüro "nichts Dramatisches" gefunden. Auch eine Ausgleichsbilanzierung sei nicht erforderlich, so Fischer.

Grundsätzlich traf der Bebauungsplan im Rat auf Zustimmung. Lediglich der Parkstreifen entlang des Waldwegs war dem Gremium ein Dorn im Auge. Herbert Nierlin kritisierte zudem, dass die Bauplätze am Waldweg nicht von diesem aus angefahren werden könnten, sondern lediglich von der Ringstraße. Weiter wollte sich Nierlin die Möglichkeit nicht verbauen, eine direkte Verbindung zur Umgehungsstraße herzustellen. Das aber, so Fischer, sei nicht möglich oder käme für die Gemeinde sehr teuer. Während Bettina Götze anregte, die Zufahrt nur über die Ringstraße zu ermöglichen und keine durchgängigen Straßen vom Waldweg aus zu bauen, entgegnete Oliver Schmid, dass die so erforderliche Rechts-vor-links Regelung den Verkehr entschleunige.

Wenn alles gut laufe, dass könnte nach der Offenlage im Sommer der Satzungsbeschluss im Oktober erfolgen.

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