Schwanau Neue Brunnen sind Hingucker

Ottenheim - Unter dem Motto "Zwei Plätze – eine Mitte" ist am Sonntag in Ottenheim gefeiert worden. Mit der offiziellen Übergabe wurde der Abschluss der Arbeiten an der neuen Ortsmitte gefeiert.

 

Wo es früher noch hieß "Zwei Denkmäler – eine Mitte" trifft heute die Beschreibung "Zwei Plätze – eine Mitte" die Gestaltung der Ortsmitte Ottenheim. Zwei Brunnen umrahmen die Ortsmitte zwischen Ortsverwaltung und neuem Bürgersaal.

Auftakt der feierlichen Übergabe war ein ökumenischer Gottesdienst mit Pastoralreferent Sebastian Kienast und der evangelischen Pfarrerin Marie Jakobi. Der Gottesdienst im Freien vor der Kirche mit Chor und Posaunenchor hatte eine besondere Atmosphäre. Danach ging es in den Bürgersaal zur offiziellen Einweihung und Übergabe. Bürgermeister Wolfgang Brucker konnte zahlreiche Gäste begrüßen. Darunter neben den Abgeordneten Johannes Fechner und Marion Gentges auch die Ortsvorsteher der anderen Schwanauer Ortsteile. Und auch die ehemaligen Ottenheimer Ortsvorsteher, die die Umgestaltung der Ortsmitte mit geprägt hatten. Mit der Einweihung der Ortsmitte wurde auf eine fast 15-jährige Geschichte zurückgeblickt.

Brucker hielt seine Rede kurz und beschränkte sich auf einige Streiflichter, wie er betonte. So galt neben den Dankesworten an alle Mitwirkenden auch Worte des Dankes an 25 Privatleute, die sich mit der Sanierung ihrer Häuser am Landessanierungsprogramm beteiligten. Exemplarisch hob er die Sanierung des ehemaligen katholischen Pfarrhauses hervor, das durch die Nutzung der Ortsmitte weiteres Leben verleiht.

Auch die Brunnen, die sich an den einzelnen Plätzen befinden, bezeichnete Brucker als Sinnbild für das Leben. So sprangen mit dem Einschalten der Brunnen nach dem Gottesdienst Kinder sofort in das kühle Nass. "Unser neuer, barrierefreier Bürgersaal bietet Raum für öffentliche Veranstaltungen, sozusagen als gute Stube der Gemeinde Schwanau", so Brucker, der gleichzeitig andeutete, dass der Bürgersaal aus Rücksicht auf die Nachbarn nicht für private Veranstaltungen zur Verfügung stehen wird.

Ortsvorsteherin Silke Weber betrachtete die Gestaltung der Ortsmitte emotionaler. Sie dankte insbesondere den Ortsvorstehern Hans Weide, Heinz Stolz und insbesondere der "treibenden Kraft" Erik Weide für ihre Arbeit in den vergangenen Jahren. Zwar gab es, so Weber, Gegenwind für das Projekt, dennoch sei sie froh, dass alles durchgeboxt wurde. 2,6 Millionen Euro an Zuwendungen von Bund und Land hätten den Umbau in Ottenheim möglich gemacht, erklärte Gentges. In die Grußworte reihte sich auch Elmar Groß von der STEG Stadtentwicklung ein, seit 2004 begleitet er das Projekt und die Einweihung sei für ihn ein wichtiger Meilenstein. Besonders der Hinterhof habe für Groß einen innovativen Charakter.

Lediglich der Brunnen am Bürgersaal soll noch einen letzten Schliff erhalten. Nach dem offiziellen Teil wurde ins Freie eingeladen, wo die Stände der Vereine zum Verweilen in der Ortsmitte einluden. Für die musikalische Umrahmung sorgten verschiedene Gruppen. So waren Musikverein Ottenheim, ACO und Concordia aber auch die Bärbel-von-Ottenheim-Schule und eine Line-Dance-Gruppe am Unterhaltungsprogramm beteiligt

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