Schwanau Nachfrage der Eltern nach Notbetreuung steigt

Schwanau - Schwanaus kommunale Notbetreuung in Kindergarten und Schule wurde zuletzt deutlich stärker in Anspruch genommen. "Alles in allem waren es – Stand Freitag – 85 Kinder", so Silvia Leuthner von der Gemeindeverwaltung auf LZ-Nachfrage.

Bedarf steigt ab zweiter Woche deutlich 

Die Zahl ist nach wie vor eine Momentaufnahme, betont die Sachbearbeiterin für Kindergarten und Schulwesen. "Bei der Corona-Situation handelt es sich um ein sehr dynamisches System. Uns liegen noch weitere Anträge zur Prüfung vor."

Als die Gemeinde im März das Angebot im Zuge der Schließung von Grund- und Gemeinschaftsschule sowie der sechs Kindergärten auflegte, hatten zunächst nur solche Kinder Anspruch auf Betreuung, deren Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen tätig sind. Zunächst fiel die Resonanz verhalten aus, ab Woche zwei stieg der Bedarf deutlich.

Zahlen gehen schrittweise nach oben

Weiteren Anstieg brachte die erweiterte Notbetreuung ab dem 27. April. Sie wurde auf Beschluss der Landesregierung auf Kinder der Klassen eins bis sieben erweitert. Außerdem hatten dann auch Kinder Anspruch, deren Eltern einer Tätigkeit nachgehen, die Präsenz außerhalb der heimischen vier Wände erfordert. Weiterer Faktor war der 4. Mai mit dem schrittweisen Beginn des Betriebs an der Gemeinschaftsschule in den Klassen neun und zehn.

"Die Betreuungszahlen im Kita- und Grundschulbereich haben sich in den vergangenen Wochen verdreifacht", skizziert Leuthner. Im Einzelnen teilt sich die Gesamtzahl von 85 auf in Kitas (anfangs 18, aktuell 58 Kinder) und Grundschule (anfangs sieben, aktuell 25). Dazu kommen zwei Kinder aus Klasse fünf bis sieben.

Zunehmende Nachfrage ist Herausforderung für Verwaltung 

Aus Verwaltungssicht stellte sich die Situation mit dem Bearbeiten zunehmender Nachfrage nebst beständigem Austausch mit Schulen und Kitas ungebrochen herausfordernd dar. "Wir haben unter Hochdruck gearbeitet, konnten auf gewachsene Planung und konstant gute Zusammenarbeit mit Schulen und Kitas bauen", unterstreicht die Verwaltungsmitarbeiterin. Leuthner erhielt aufgrund weiter wachsender Anfragen zuletzt Unterstützung durch ihre Kollegin Michaela Gehrlein. "Zusammen war das noch mal ein ganz anderes Arbeiten", stellt Leuthner fest.

Lehrkräfte und Gemeindepersonal arbeiten gut zusammen 

Für die Notbetreuung wichtig blieben selbstverständlich die Betreuungskräfte. Dank der Unterstützung von Schulleiterin Angelika Walter konnte eine Mischung aus Lehrkräften und kommunalem Personal beibehalten werden. Um genügend Kräfte zu bündeln, musste vorausschauend geplant werden, "weil unbedingt auf Aspekte wie Risikogruppen zu achten war", so Leuthner. Ihr Dank Richtung Walter: "Schön, dass auch in diesen besonderen Zeiten eng zusammengearbeitet wird."

Von Schulseite aus ist die Kooperation laut deren Leiterin "mit ausschließlich positiven Erfahrungen verbunden". Die erweiterte Notbetreuung habe die Herausforderung erhöht. Der Bedarf sei steigend, räumliche Möglichkeiten vorhanden.

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