Schwanau Fußballer schließen sich zusammen

Noch steht das Sportheim des VfR Allmannsweier. Mit dem Vereinszusammenschluss mit dem FC Nonnenweier soll das Gebäude jedoch abgerissen werden. Foto: Lehmann

Versammlung: VfR Allmannsweier und FC Nonnenweier gründen neuen Verein

Allmannsweier (jle). Schon bald sollen die Fußballvereine VfR Allmannsweier und FC Nonnenweier zu einem Verein verschmelzen. In der Hauptversammlung des VfR Allmannsweier wurden die Pläne zur Neugründung und Neubaus des gemeinsamen Sportheims vorgestellt.

Zunächst wurde in der Versammlung allerdings auf das zurückliegende Jahr geblickt. Auch die Fußballer waren von der Pandemie geprägt. Das erste Rückrundenspiel wurde im März noch veranstaltet, ehe der Spielbetrieb eingestellt wurde. "Außer den Arbeitseinsätzen gab es keinerlei Veranstaltungen", erläuterte der Vorsitzende Michael Frenk. Zu Schaffen mache dem Verein der Vandalismus ums Vereinsgelände. Kleinere Gruppen würden nicht nur Unrat hinterlassen, sondern auch die Tornetze zerschneiden, oder Feuer in den Mülltonnen legen.

Neu an der Trainer-Front ist nach dem Rückzug von Sebastian Blum nun Ivelin Momchilov. "Wir sind optimistisch, dass die Zusammenarbeit länger anhält", so Frenk. Zwar war der diesjährige Saisonstart etwas holprig, dennoch zeigen sich die Sportler zuversichtlich. Aktuell belegt die SG Nonnenweier-Allmannsweier den achten Tabellenplatz.

Auch im Jugendbereich machten die Regularien zur Eindämmung der Pandemie das Training schwer, wie Heiko Bühler berichtete. Ein Spielbetrieb war nicht möglich, dennoch blickt er zuversichtlich in die Zukunft. Aktuell gibt es in allen Altersklassen Jugendspieler, die in Spielgemeinschaften spielen.

Den größte Teil der Versammlung nahm die Gründung des gemeinsamen Vereins mit Nonnenweier, als auch der Neubau des Sportheims in Allmannsweier ein. Durch die Neugründung soll der wirtschaftliche Bereich einfacher abgewickelt werden, zudem könnten die Kräfte gebündelt und die Existenz des Fußballs gesichert werden. "Das ist zu 100 Prozent der richtige Weg", sagte Frenk. Der Verein soll auch künftig "SG Nonnenweier-Allmannsweier" heißen, was den Vorteil biete, dass Logos und Trikots vorhanden wären.

Im Frühjahr 2022 soll der neue Verein gegründet werden, danach sollen alle Spieler in den neuen Verein überführt werden. Die Mitgliedsjahre im bisherigen Verein sollen berücksichtigt werden, was jedoch noch rechtlich geklärt werden müsse. Die Auflösung der Altvereine soll nach der Abwicklung der Geschäfte erfolgen, dies könne noch ein bis zwei Jahre andauern, wie Frenk erklärte.

Der Sportheim-Neubau werde auch bereits geplant. Das einstöckige Gebäude soll zwei überdachte Stehterrassen enthalten sowie vier Kabinen, zwei Schiedsrichterräume, ein Ballraum, eine Garage und ein Wirtschaftsbereich. Noch im Oktober soll der Bauantrag eingereicht werden. Zudem soll noch die Finanzierung ausgearbeitet und die Gewerke ausgeschrieben werden. Als Baubeginn schätzt Frenk Frühjahr oder Sommer 2022. Die Kosten wurden in einer vorläufigen Kostenberechnung mit 1,6 Millionen Euro beziffert. Allerdings sei hier die Preisentwicklung zu beachten sowie die geplanten Eigenleistungen zu berücksichtigen. So hofft der Verein, mit einem geringeren Betrag den Bau realisieren zu können. Die Parkplätze sollen am bisherigen Standort bleiben, das Sportheim des VfR soll abgerissen werden.

Bei den Neuwahlen wurde der gesamte Vorstand im Amt bestätigt. Vorsitzender bleibt Michael Frenk, Stellvertreter Michael Krenkel. Schriftführer bleibt Dominik Vossler, um die Finanzen kümmert sich Melanie Markstahler. Jugendwart Heiko Bühler wurde ebenso im Amt bestätigt, wie die Beisitzer Markus Hauser, Thorsten Leberfing, Georg Binder und Sebastian Krenkel.

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