Schwanau Fundtiere aus Schwanau kommen nach Lahr

Schwanau. Nach Kappel-Grafenhausen und dem Schuttertal hat nun auch der Gemeinderat Schwanau dem neuen Fundtiervertrag mit dem Tierschutzverein Lahr zugestimmt. Durch den neuen Vertrag wurde die Fundtierpauschale vertraglich festgesetzt, die die Gemeinde Schwanau jedoch schon vor Vertragsbeginn entrichtet hat.

Die Gemeinde muss als Fundbehörde auch Fundtiere aufnehmen. Damit eine artgerechte Unterbringung gewährleistet wird, wurde ein Fundtiervertrag mit dem Tierheim Lahr geschlossen und dieses mit der Erfüllung dieser Aufgabe beauftragt. Um die Kostendeckung des Tierheims zu erhöhen, hat die Gemeinde Schwanau bereits im vergangenen Jahr einer Erhöhung der Fundtierpauschale von 1 auf 1,50 Euro pro Einwohner zugestimmt.

Auch über invasive Arten wurde gesprochen

Diese Pauschale wird auch im Vertrag festgelegt. Weitere Anpassungen wurden im Bereich der Separierung der Fund- und herrenlosen Tiere beschlossen. Weiter wurde festgelegt, dass entstandene Kosten für ein Fundtier von der Gemeinde geltend gemacht werden müssen, wenn sich diese weigert, die entstandenen Kosten zu tragen.

Weiter aufgenommen wurde auch eine Regelung zu den sogenannten "invasiven Arten", als solche werden gebietsfremde Tierarten bezeichnet. Martin Spirgatis, Vorsitzender des Tierschutzvereins Lahr, erläuterte im Rahmen der Sitzung, zu welchen Problemen es durch die invasiven Arten kommt. Diese verdrängen die heimischen Arten und dürfen aus diesem Grund nicht weitervermittelt werden. Das Tierheim werde dadurch eine Art Endstation für diese Tiere. Zwar gebe es nicht allzu viele dieser Tierarten, aber die es hier in der Region gibt, seien kostenintensiv für das Tierheim. Als Beispiel führte Spirgatis Schildkröten an, die teuer in der Versorgung und von den Bedingungen der Haltung seien. Weiter wurde eine Regelung getroffen, wie kostenmäßig verfahren wird, wenn die Kapazitäten des Tierheims nicht ausreichend sind.

Spirgatis informierte zudem über die Arbeit im Tierheim. Immer wieder werde saniert und ausgebaut. Erst jüngst musste eine neue Zaunanlage errichtet werden, da der bisherige Zaun 20 Zentimeter zu niedrig gewesen sei. Jährlich hat das Tierheim einen Aufwand von 230 000 Euro zu bewältigen – davon kommen 110 000 Euro durch die Vertragskommunen wieder rein. Der Rest wird aus Spenden, Mitgliedschaften, gerichtlichen Auflagen und Erbschaften gedeckt. 2017 habe der Verein 27 000 Euro draufgelegt. Das Tierheim ist rund um die Uhr erreichbar – in den Nachtstunden über die Polizei über eine Notfallnummer.

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