Schwanau Feuerwehr in Schwanau fehlt das Personal

Die Bedarfsplanung für die Feuerwehr hat den Gemeinderat in Schwanau beschäftigt. Mit Jugendfeuerwehrübungen (Bild) bemüht sich die Wehr um Nachwuchs. Foto: Archiv: Lehmann

Schwanau (büh) -  Auf der Tagesordnung des Gemeinderats steht derzeit die Bedarfsplanung für die Schwanauer Feuerwehr. Um die Frage nach dem Stand und dem Bedarf der Gemeinde Schwanau für das Betreiben einer den örtlich gegebenen Risiken angepassten, leistungsfähigen Feuerwehr zu beantworten, haben sich Vertreter des Gemeinderats mit Führungskräften der Feuerwehr im Vorfeld der Sitzung getroffen.

Dazu gehörten Kommandant Bernd Leppert, Christian Emrich und Hermann Spanner von der Berufsfeuerwehr München sowie die Gemeinderäte Rolf Irion, Dagmar Frenk und Patrick Fertig. Zudem waren Mitglieder der verschiedenen Feuerwehrabteilungen anwesend.

Der Feuerwehrbedarfsplan macht eine regelmäßige Fortschreibung erforderlich, um den Anforderungen und aktuellen Gegebenheit Rechnung zu tragen. So werden in ihm neben Fragen zu Gerätehäusern und Fahrzeugen auch Themen wie die schwierige Wasserversorgung oder die Verfügbarkeit von Einsatzkräften beleuchtet. Deren Erhöhung wurde dringend empfohlen. Derzeit stünden in Schwanau tagsüber keine 27 Feuerwehrleute zur Verfügung. Emrich stellte fest, dass auch immer weniger Führungskräfte zu finden seien. Er schlug eine Kooperation zwischen Feuerwehren und Vereinen vor.

Keine Abteilung erfülle die Leistungsfähigkeit bei einem Standardbrand in ihrem Ortsteil vollständig, hieß es. Anhand der Statistik sei erkennbar, dass bei einem Standardbrand in Ottenheim zwischen 18 und 6 Uhr oder in Nonnenweier rund um die Uhr nur bedingt ausreichend Personal zur Verfügung steht. In Wittenweier und Allmannsweier werde die Verfügbarkeit dagegen nicht erfüllt.

Der vorgelegte Feuerwehrbedarfsplan wurde vom Gemeinderat einstimmig gebilligt.

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