Schwanau Erfolgreiches 2020, ungewisses 2021

Erst 2018 gegründet, waren die Ottenheimer Rheinaue-Hexe dieses Jahr – hier beim Umzug im eigenen Dorf – schon mitten drin im Fasent-Geschehen. Auch 2021? Foto: Archivfoto: Lehmann

Ottenheim - Ein aufregendes Jahr liegt hinter den Rheinaue-Hexe Ottenheim. Ihre erst zweite Kampagne war ein voller Erfolg, wurde bei der Hauptversammlung deutlich. Wie es im kommenden Jahr weitergeht, ist derweil freilich ungewiss.

Unter den Gästen der coronabedingt verspätet stattfindenden Hauptversammlung war nicht nur Ortsvorsteherin Silke Weber, sondern auch eine Abordnung der befreundeten Zunft "Wolfshexen aus der Ortenau", die in Willstätt beheimatet sind.

Einige Termine standen im vergangenen Jahr im Kalender der Rheinaue-Hexe. Schriftführerin Sabine Ziegler hatte einen Rückblick in Bildern vorbereitet, der eindrücklich zeigte, dass die Truppe mit Spaß an der Fasent dabei ist.

Bereits Einladungen von anderen Zünften

Drei Neumitglieder schlossen sich im vergangenen Jahr der erst 2018 aus der Taufe gehobenen Zunft an. Auch in diesem Jahr konnte bereits ein neues Mitglied begrüßt werden. Alle Mitglieder waren bei der Hauptversammlung dabei. Neben dem Thekenbau und der Teilnahme am Wintermarkt stand natürlich das närrische Treiben im Fokus. Es gab Besuche in Sulz, Ichenheim und Reichenbach und als einen Höhepunkt die Fasent im eigenen Dorf – insbesondere Rosenmontagsumzug der Zunfthexen. Ein weiterer war der Besuch des rheinischen Karnevals in Weißenthurm. In zwei Jahren werden die Rheinaue-Hexe wieder dabei sein, versicherte Ziegler.

Abschluss der Kampagne war der Umzug bei der Hexenzunft in Grafenhausen, da die Umzüge in Sulzburg und im Elsass bereits der Corona-Pandemie zum Opfer fielen. Ebenfalls ausfallen musste das geplante Grillfest im Juli, zu dem die Rheinaue-Hexe die anderen Zünfte in Ottenheim eingeladen hatte. "Das wird 2021 aber nachgeholt", versprach die Schriftführerin. Ein gemeinsames Gespräch soll in den kommenden Wochen zeigen, wie die Fasent im kommenden Jahr gefeiert werden kann und darf. "Die Fasent steht im Kalender und ist fester Bestandteil des Jahres", betonte Ziegler.

Ortsvorsteherin Weber dankte den Rheinaue-Hexe, dass sie die Farben der Gemeinde über die Grenzen der Gemeinde und sogar des Bundeslandes hinaus tragen. Zudem lobte sie, dass einige Jugendliche in der Zunft eine Heimat gefunden haben. Auch für die Teilnahme am Wintermarkt dankte sie dem Verein. Ob und wie der Markt dieses Jahr stattfindet, sei wie vielerorts noch in der Schwebe, die Corona-Maßnahmen würden eine Umsetzung erheblich erschweren, so Weber.

Derzeit zählen die Hexen zehn Mitglieder. Als positiv wertete der Vorsitzende Volker Ziegler, dass bereits Einladungen von anderen Vereinen eingegangen seien. Auch von solchen, zu denen die Zunft bisher noch keinen Kontakt hatte. Das sei besonders erfreulich.

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