Schwanau Einzelne Wohnungen statt Heim

Nachdem die Gemeinde das Gebäude der Volksbank Anfang des Jahres gekauft hat, sollen dort Sozialwohnungen entstehen. Bereits im Dezember sollen Bewohner einziehen können. Foto: Archiv

Das Volksbankgebäude in Nonnenweier soll zu Sozialwohnungen umgebaut werden. Die Gemeinde erhält hierfür einen Zuschuss in Höhe von 109 000 Euro. Insgesamt kosten die Umbaumaßnahmen 415 000 Euro.

Schwanau. Bereits im Gemeinderat wurden einige Pläne zur Umnutzung vorgestellt. Nun präsentierte Markus Langenbahn vom Ingenieurbüro Schlager und Partner die näheren Pläne. Zwei Varianten hatte sich das Büro überlegt. Bei Variante eins würden die Zimmer entlang der Fassade gebaut. So entstehe eine Wohnheim-Struktur. Die Wohnfläche liege bei 178 Quadratmetern.

Bei der zweiten Version sollen zwei Wohnungen entstehen mit jeweils drei Schlafzimmern, Küche und Nassräumen. Eine der Wohnungen soll hierbei 83,5 Quadratmeter groß sein, die andere 92,5 Quadratmeter. Die Zimmer könnten mit je zwei Betten belegt werden. Im Obergeschoss soll es nach den Plänen ebenfalls zwei Wohnungen geben. Hier bereite die Dachschräge jedoch Sorgen und schränke die Nutzung ein. Während die eine Wohnung mit 54,5 Quadratmetern zwei Schlafzimmer vorweisen soll, soll die Wohnung mit 68,5 Quadratmetern drei Schlafzimmer haben. Aus Budgetgründen seien die Planungen bisher komplett auf den Bestand abgestimmt worden.

Arbeiten sollen im November beginnen

So könnten Kosten gespart werden. Diese lägen bei rund 415 072 Euro. Die Gemeinde erwartet jedoch einen Zuschuss in Höhe von 109 000 Euro. Laut Langenbahn soll in diesem Kostenrahmen die Heizung belassen werden, auch außen soll das Gebäude nicht verändert werden.

Laut Plan könnten, die Zustimmung des Gemeinderats vorausgesetzt, die Bauarbeiten im November abgeschlossen werden – im Dezember soll das Gebäude bezugsfertig sein. Langenbahn stellte eine weitere Überlegung vor aus den Reihen des Gemeinderats. Diese würde jedoch Mehrkosten verursachen.

Kritik wegen fehlender Abstellräume geäußert

Ortsvorsteherin Dagmar Frenk sprach sich klar für Variante zwei aus mit den Wohnungen – im Dachgeschoss könnten so maximal zehn Personen eine Wohnung erhalten, im Erdgeschoss zwölf bis 14 Personen. Kritik gab es im Hinblick auf die Toiletten. Im Obergeschoss wurde jeweils nur eine Toilette eingeplant, hier könnte es zu Konflikten kommen.

Andreas Biegert (FW) kritisierte zudem, dass beim Vorschlag des Büros Schlager im Obergeschoss nicht ausreichend Abstellräume vorhanden seien. Reinhard Frenk (FW) betonte, dass die Funktionalität im Auge behalten werden sollte. "Das sollen keine Komfortwohnungen sein", so Reinhard Frenk. Einstimmig wurde für den Umbau nach Variante zwei gestimmt – Weiteres soll vor Ort entschieden werden.

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