Schwanau Ein neues Kapitel für Daniel Rubin

Daniel Rubin aus Schwanau (hier im Jahr 2019) startet in dieser Saison in der Superbike-Klasse. Foto: Jörg Klöppner Foto: Lahrer Zeitung

(red/fg). Für das Rubin-Racing-Team aus Schwanau findet an diesem Wochenende der langersehnte Saisonstart der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) statt. Auf dem TT-Circuit im holländischen Assen wird für das Team ein neues Rennsport-Kapitel aufgeschlagen. Daniel Rubin steigt nach drei Supersport-Saisons in die Superbike-Klasse auf, die hochkarätigste Motorradsportserie Deutschlands.

Vorbereitung verlief für Rubin nicht optimal

Die Trainingsbedingungen für den Aufstieg waren bisher allerdings nicht optimal. Aufgrund der Corona-Pandemie fanden zunächst keine Renntrainings statt. Zugleich gab es im Familienbetrieb der Rubins viel Arbeit, sodass Daniel Rubin als Zweiradmechatroniker regelmäßig bis spätnachts in der Werkstatt stand. Sein Fitnessprogramm konnte der 22-Jährige deshalb nur bedingt durchziehen. Trotz allem konnte Rubin seit dem Winter bei Tests in Spanien, Hockenheim, Brünn und Assen einen Eindruck von seinem neuen Arbeitsgerät, einer Yamaha R1 gewinnen.

Mit Assen geht es für ihn auf eine Rennstrecke, in der er im vergangenen Jahr WM-Luft schnuppern durfte. 2019 absolvierte er einen Wildcard-Start in der hart umkämpften Supersport-Weltmeisterschaft. 2018 konnte er auf der holländischen GP-Strecke beide IDM-Supersport-Läufe gewinnen und fuhr, wie noch auf einigen anderen Strecken, die schnellsten Rennrunden. "Für mich ist in diesem Jahr alles neu. Das Fahrerfeld für die Saison ist auf jeden Fall sehr stark, vor allem durch Namen wie Jonas Folger, der schon mit Marc Marquez in der MotoGP gekämpft hat. Für mich wären deshalb Top 10-Ergebnisse traumhaft. Das Ziel ist aber vor allem, in die Punkteränge zu fahren, sprich die Top 15", sagt Daniel Rubin vor dem Saisonstart.

Anders als in den vergangenen Jahren wird Rubin-Racing 2020 allerdings nur mit einem Fahrer antreten. Daniels Bruder Dominik Rubin wird das Rennsport-Jahr aus familiären und beruflichen Gründen aussetzen.

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