Schwanau "Beide Standorte bleiben bestehen"

Blick in die moderne Druckerei in Schwanau Foto: Unternehmen Foto: Lahrer Zeitung

Beide Unternehmen haben eine lange Geschichte, beide sind zudem seit mehr als einem Jahr Partner: Mit Beginn dieses Jahres treten "Kehler Druck" und "Dinner Druck" unter einem gemeinsamen Namen auf: Europrintpartner.

Kehl. Bereits im Frühjahr 2017 hatte Thomas Neß, geschäftsführender Gesellschafter der Kehler Druckerei, "Dinner Druck" in Allmannsweier erworben. Mit der Zusammenführung der zwei Firmen zu einem Unternehmen sei nun "die größte und leistungsstärkste Bogenoffsetdruckerei entlang des Rheins zwischen Basel und Karlsruhe" entstanden. Dabei setzt Neß bei der Fusion auf die Stärken der beiden Standorte: Denn beide bleiben "auf jeden Fall" erhalten, teilte er auf Anfrage mit. Auch an der Zahl der Mitarbeiter werde sich nichts ändern, verriet er.

"Durch die Optimierung der Arbeitsabläufe und Synergien werden mehr Kapazitäten für neue Produkte und Märkte geschaffen", erläutert Neß. Damit verbunden sei der Ausbau des Dienstleistungsangebots. Zumal die Firmengruppe nicht nur die beiden Druckereien diesseits des Rheins umfasst, sondern mit "Gyss Imprimeur" in Obernai auch einen Standort im Elsass sowie die "Werbetechnik Baden", die in Schwanau und Freiburg vertreten ist. Auch deshalb spricht Neß vom Full-Service-Dienstleister in den Bereichen Druck und Werbetechnik. "Durch die Effekte der Verschmelzung wird ein Wachstum und eine Ausweitung des Produktportfolios mit dem vorhandenen Personal möglich sein", zeigt er sich überzeugt. Die Herausforderung liege allerdings in der Zukunft, so der Geschäftsführer: "Fachpersonal ist in der Druckbranche sehr schwer zu kriegen. Das wird in Zukunft sicher nicht besser, da kaum Auszubildende für die Branche zu finden sind."

Unter dem Stichwort Synergie fällt auch die innere Restrukturierung der zwei Druck-Standorte in Deutschland. "Über kurz oder lang werden Besonderheiten und Spezialisierung an den jeweiligen Standorten gebündelt werden", sagt Neß. Damit würde jeder Standort an sich gestärkt und profitiere besser von der Zusammenarbeit im Verbund.

Neß macht zudem klar, dass die Europrintpartner ihre Marktposition durch die Bündelung weiter ausbauen wollen. Dabei setze man zum einen auf technische Neuerungen wie die Digitalisierung, zum anderen sei auch eine räumliche Ausweitung nicht ausgeschlossen. Neß gibt sich da alles andere als zugeknöpft: ­"Der Name Europrintpartner lässt ja viele Möglichkeiten offen."

Das Produktportfolio der Unternehmensgruppe richtet sich an alle Branchen und Kunden. "Drucksachen werden immer und überall benötigt", so Neß. Dabei bedienen die Europrintpartner sowohl Privatkunden als auch Kleingewerbe bis hin zu börsennotierten Unternehmen. Zu den Produkten, die in Schwanau und Kehl entstehen, gehören etwa Kataloge international agierender Armaturenhersteller. Daneben stehen Standard-Druckerzeugnisse wie Faltblätter, Broschüren, Poster, und personalisierte Mailings, zählt Vertriebsleiter Thomas Blum auf. Mit dem jetzt geschaffenen Kompetenzzentrum, zu denen der Standort in Obernai sowie die Werbetechniker in Schwanau und Freiburg zählen, seien zudem "Fahrzeugbeschriftungen, Beschilderungen, Großformatdruck, Bauzaunbanner, Info-Panels, Fahnen, Messewände und Roll-Ups" machbar. Auch Leuchtreklame und Glasdruck bieten die Europrintpartner an. Immerhin stehen auf 12 500 Quadratmetern Produktionsfläche 50 Druckwerke zur Verfügung. Als Dienstleister übernehmen die Europrintpartner zudem Aufgaben wie Lagerhaltung, Kommissionierung, Artikelstammdatenpflege, Verpackung und Frankierung sowie Versand von Druckerzeugnissen inklusive Retourenmanagement.

Bogenoffsetdruck macht den größten Anteil bei den Euro-Print-Partner aus. Mit 70 Prozent Marktanteil ist Offsetdruck auch das gängigste Druckverfahren. Dabei wird in kleinen bis mittleren Auflagen auf Bögen gedruckt. Großauflagen werden von der Rolle gedruckt, der sogenannte Rollenoffsetdruck.

Weitere Informationen: www.europrintpartner.de

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