Schuttertal Sturmschäden und Käferbefall setzen dem Wald zu

Dörlinbach - Der Holzeinschlag 2017 ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent zurückgegangen. Bei der Hauptversammlung der Forstbe­triebsgemeinschaft Schuttertal (FBG) blickte der Vorstand dennoch optimistisch in die Zukunft. Der Vor­sitzende Josef Fehrenbacher, der wie der gesamte Vorstand wiedergewählt wurde, legte für das Jahr 2017 insge­samt eine positive Bilanz vor.

Der Holzeinschlag 2017 hat auch zu einem um rund 72 500 Euro ge­ringeren Umsatz im Vergleich zu 2016 geführt. Allerdings ist der Preis für Stammholz im zweiten Halbjahr 2017 um durchschnittlich drei Euro höher ausgefallen. Der sogenannte Leitpreis für Fichte der Qualität B lag am Jahresende bei 94 Euro je Festmeter. Für die Douglasie der Sortierungen 2 b und 3 a hatte die FBG 105 Euro je Festmeter erzielen können.

2016 hatte es keine Ausfälle gegeben

In dem Jahr, so Fehrenba­cher, wären 828 Festmeter an Sturm­schäden, 922 Festmeter mit Käferbe­fall und 141 Festmeter durch Dürre und Pilzschäden angefallen. Zum Ver­gleich: Im Jahr 2016 hatte die FBG da keine Ausfälle zu verzeichnen.

Kurt Weber, Vorsitzender der Waldservice Ortenau, berichtete über eine zu erwartende hohe Nachfrage an Schnittholz für dieses Jahr. Die Gesellschaft mit Sitz in Ohlsbach vermarktet unter anderem auch das Holz der 141 organisierten Waldbe­sitzer in der Gemeinde Schuttertal. Weber präsentierte für das laufende Jahr bereits geschlossene Vereinba­rungen für das anfallende Holz. Da­her seien für alle Sortimente gute Absatzmöglichkeiten gesichert. Nur sollte das Holz gut sortiert sein und die Qualität müsse stimmen. Zusam­men mit dem Revierförster der Ge­meinde Schuttertal, Elmar Bantle, er­innerte Weber die Waldbesitzer, das durch Sturm, Pilzbefall oder Dürre geschädigte Kalamitätsholz schnell aufzuarbeiten. Damit sollte einem eventuellen Käferbefall jetzt schon vorgebeugt werden.

Bernhard Ihle, Leiter des Lahrer Forstbezirks, dankte allen Verant­wortlichen der FBG für die Unter­stützung beim weiter anhängigen Kartellverfahren. Da im April Ver­handlungen beim Verwaltungsge­richtshof in Mannheim anberaumt wären, könnte diese Hängepartie noch in diesem Jahr endlich ent­schieden werden.

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