Schuttertal Schuttertal soll Vorreiter spielen

Es gibt Pläne, in der alten Pfarrscheune im Ortsteil Schuttertal eine Pflegegruppe einzurichten. Nun wird geprüft, ob die Gründung einer Genossenschaft für der Realisierung des Vorhabens eine Hilfe wäre. Foto: Baublies Foto: Lahrer Zeitung

Genossenschaften könnten einen Teil des Ehrenamtes in einer ländlichen Gemeinde wie Schuttertal übernehmen. Daher hat der Gemeinderat auf der Sitzung am Dienstag zugestimmt, einem Pilotprojekt des Landes beizutreten.

 

Dörlinbach. Eine Genossenschaft wird den Dorfladen in Schweighausen betreiben. Ob eine geplante Pflegewohngruppe in der alten Pfarrscheune im Ortsteil Schuttertal ebenfalls mit einer Genossenschaft verwirklicht werden kann, ist dagegen noch offen. Schuttertal nimmt aber jetzt als eine von vier Pilotgemeinden im Land an der "Entwicklung einer Bürgergenossenschaft zur kommunalen Daseinsfürsorge" (Ko-Da) teil. Der Rat segnete diesen entsprechenden Verwaltungsvorschlag ohne Diskussion und Gegenstimmen ab.

Kämmerin Ursula Gruninger warb für die Teilnehme am Pilotprojekt mit mehreren Argumenten. So würde der Beitritt der Gemeinde die Realisierung des Dorfladens, der Wohngruppe oder eines Bür­gerbusses erleichtern. Eine Genossenschaft als eine Art Dachverband würde auch der Realisierung anderer Ideen dienlich sein, an die jetzt vielleicht noch niemand denken würde. "Viele Aufgaben in diesen Bereichen kann die Gemeinde nicht leisten", argumentierte Gruninger.

Laut der Vorlage soll mit einer befristeten Stelle "eine Modellentwicklung für die Gründung von Bürgergenossenschaften" ermöglicht werden. Eine Stelle dafür wird vom Land bezuschusst, der Eigenanteil der Gemeinde soll vom 1. Januar 2018 bis zum 30. Juni 2020 insgesamt 7500 Euro betragen. Voraussetzung, laut der Vorlage, wäre die Einrichtung einer befristeten Halbtagsstelle, die einen Hochschulabsolventen etwa aus der Sozialarbeit als Stelleninhaber vorsieht.

Eugen Göppert (CDU), der einer der zwei Ansprechpartner der AG Dorfladen ist, hob hervor, dass die Stelle dringend notwendig sei. "Das Ehrenamt stößt an Grenzen." Das dazu notwendige Engagement nehme Dimensionen an, die eigentlich Professionalität notwendig machen würden. "Es nicht zu versuchen, wäre fahrlässig", sagte Göppert über die mögliche Teilnahme der Gemeinde an dem Pilotprojekt.

Diesem Argument stimmten alle Räte geschlossen zu.

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