Schuttertal Schönes und Schauriges zu den Fasent

Schuttertal - Bei ihrem traditionellen "Talschmutzigen"­ haben es die Lurewiebli mächtig krachen lassen. Die geschmückte Halle erinnerte an den "Luredobel", an dem das Lurewiebli der Sage nach sein Unwesen getrieben habe.

Party war angesagt, abfeiern und tanzen –­ was braucht es mehr für einen ausgelassenen Abend. "Die Bude soll brummen", feuerte das Schuttertäler Urgestein Gerhard Himmelsbach alle zum Mitmachen an. Das musste er den Gästen nicht zweimal sagen.

Das Programm war gespickt mit Musik für Gäste, die tanzen wolten, außerdem gab es Einlagen, die eine Augenweide waren. Hervorheben muss man etwa die fetzigen Tanzeinlagen der Mädels von "Rhythm Attack" aus Schuttertal und die "sexy" Darbietung der Männertanzgruppe von den Wittelbacher Schnaig Hexen. Etwas gediegener traten die Tanzladys aus Dörlinbach als "Frau Antje bringt Käse aus Holland" mit ihren original Holländer Holzschuhen auf. "Wir sind schon zum siebten Mal dabei", erzählte Inge Fehrenbacher der Berichterstatterin – und zwar in gehöriger Lautstärke. Anders war eine Verständigung nicht möglich. Man tanze stets nach einem Motto, wolle so die Tradition erhalten und auch den älteren Besuchern etwas bieten. Die Tanzladys aus Dörlinbach sind schon als "Schmidtchen Schleicher", als Cowboys oder als "Abba"-Gruppe aufgetreten. Die Abwechslung mache auch den Reiz aus, so Fehrenbacher.

Wo Guggenmusiker sind, bleibt keiner mehr sitzen. Beim Einmarsch und den anschließenden Darbietungen der Dörlinbacher Säcklistrecker und der Schorli-Waggis aus Hohberg ging deshalb die Post ab. Je lauter und schräger die Töne, umso mehr bebte die Halle. Die Stimmung war bestens –­ und die Hände waren "zum Himmel" gestreckt.

Auch die "Symbadischen Badner" schafften es, dass alle das Badnerlied mitsangen. Richtig gruselig hingegen die "Dal-Deifel" aus Schuttertal mit ihren imposanten Masken. Auch die fantasievollen Kostüme der Besucher gaben dem Abend eine närrische Note. Dabei zeigte sich, wozu alte Kleidungsstücke noch gut sind – sei es die alte Pumphose oder ein Spitzennachthemd, kam doch auch mancher Gast als "Schlafmütze". Außerdem gab es im Publikum weibliche Marienkäfer, einen Eisbär sowie zauberhafte Engel zu sehen. Der Fantasie waren eben keine Grenzen gesetzt. Wem es in der Halle zu heiß wurde, konnte in der Außenbar weiter feiern.

Ein volles Haus, beste Stimmung und gute Laune – kein Wunder, dass auch die Lurewiebli ein positives Fazit zogen. Der 14. Talschmutzige und die dritte Dobelnacht seien ein Erfolg auf ganzer Linie gewesen, so das Resümee. Alles sei reibungslos abgelaufen.­

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