Schuttertal RSV Schuttertal will an Runde teilnehmen – "wenn es irgendwie geht"

Können Tomi Hinoveanu (in Rot) und seine Kollegen vom RSV Schuttertal im Herbst auf die Matte? Der Verein würde – "wenn es irgendwie geht" – gerne an der Runde teilnehmen. Foto: Künstle Foto: Lahrer Zeitung

Vor wenigen Tagen rührte sogar Deutschlands oberster Ringer-Funktionär noch einmal die Werbetrommel. "Ich bitte nochmals eindringlich zu prüfen, ob nicht zumindest eine Verbandsrunde, notfalls in abgespeckter Form, oder in einer Turnierform mit vereinfachten Regularien, mit einem Großteil der Vereine, unter Einhaltung aller Sicherheits- und Hygienevorschriften durchführbar ist", schrieb Manfred Werner, Präsident des Deutschen Ringerbundes auf der Verbandshomepage. Zuvor hatten bereits einige Landesverbände die jeweiligen Runden abgesagt. Auch die hiesige Regionalliga findet nicht statt (wir haben berichtet).

Hoffen auf Lockerungen

Bis zum gestrigen Dienstag lief auch in Südbaden eine Abstimmung unter den Vereinen, ob sie denn an der Runde teilnehmen wollen. Eine Nicht-Teilnahme hätte keine Konsequenzen, in einer möglichen Runde würde es weder Auf- noch Absteiger geben (wir haben berichtet). Die RG Lahr (Verbandsliga) und der RSV Schuttertal (Oberliga) wollen aber dennoch an der Runde teilnehmen. Die Zusage des RSV, die am Dienstag an den Verband geschickt werden sollte, ist jedoch unter Vorbehalt, wie Pressewart Franz Oehler unserer Zeitung sagte. "Wenn es irgendwie geht, wollen wir teilnehmen", so Oehler. Allerdings macht die Umsetzung des Hygienekonzepts den RSV-Verantwortlichen noch Bauchschmerzen. "Wenn wir so einen Aufwand betreiben, müssen wir auch Einnahmen haben", sagt Oehler.

Hygienekonzept liegt vor

Denn ein Hygienekonzept des Verbands sieht unter anderem vor, dass die Matte nach jedem Kampf gereinigt werden muss. Zudem gelten für die Zuschauer Abstandsregeln, es können also wohl weniger Fans in die Halle. Daher hofft man bei den Schuttertäler Ringern darauf, dass es bis zum anvisierten Saisonstart Anfang Oktober weitere Lockerungen gibt, die es den Ringervereinen erleichtern. Denn: "Die Athleten und der Verein wollen teilnehmen."

Diese Aussage würde man bei der RG Lahr unterschreiben. Schon vor etwa einer Woche hatte der Vorsitzende Ferrit Kellouche gesagt, dass man teilnehmen möchte. Daran habe sich auch nichts geändert, sagte er am Montagmittag. Auch was das Hygienekonzept betreffe, habe man derzeit wenig Bedenken. Zur Sicherheit hat die RG Lahr schon mal die Geroldseckerhalle vorreserviert. "Dort haben wir etwas mehr Platz", erklärt Kellouche.

Nicht jeder will mitmachen

Nach Auskunft von SBRV-Sportreferent Ralf Schick (Ettenheim) haben sich schon vor gut einer Woche der KSV Gottmadingen, WKG Weitenau-Wieslet und RG Hausen-Zell drei Vereine gegen eine Teilnahme ausgesprochen. Damit verbleiben in der Landesliga nur noch sieben Vereine. Sofern in der Oberliga Südbaden nicht alle Vereine teilnehmen wollen, wird erwogen, die Regionalligisten Tennenbronn und Hofstetten, die sich für eine Verbandsrunde ausgesprochen hatten, mitringen zu lassen. "Eine Durchführung der Runde macht nur dann Sinn, wenn mindestens fünf Vereine je Liga teilnehmen", macht der Sportreferent deutlich.

Bis zum gestrigen Dienstag hatten die Vereine Zeit, abzustimmen. Bei der Hauptausschusssitzung am heutigen Mittwoch könnte nun bereits das Ergebnis bekannt gegeben werden.

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