Schuttertal Projekt "Pfarrscheune" kommt voran

Ursula Gruninger vom Arbeitskreis "Älter werden in Schuttertal" und Bürgermeister Carsten Gabbert legten den Grundstein für den Anbau bei der früheren Pfarrscheune. Foto: Schwab

Grundsteinlegung: Pflegeeinrichtung soll in dem neuen Anbau bis in zwei Jahren ihre Arbeit aufnehmen

Schuttertal - Für das Projekt "Pfarrscheune" in Schuttertal ist am Samstag der Grundstein gelegt worden. Der Arbeitskreis "Älter werden in Schuttertal" plant dort Einrichtungen für Senioren.

Eine Spende von 2210 Euro aus ihrem Benefizkonzert überreichte Diana Dold im Namen des katholischen Kirchenchors Schuttertal.

Bei der Veranstaltung herrschte ein reger Andrang. Das Interesse der Bevölkerung war groß. Ein Blickfang waren die selbstbemalten "Steine der guten Wünsche" im Eingang. Eigentlich sollte der Info-Nachmittag eigentlich rund um die Pfarrscheune. Man habe aber wetterbedingt ins Rathaus ausweichen müssen, erklärte Ursula Gruninger.

Rund um den Pfarrsaal stehen ein Krahn und ein Bagger. Alles ist eingezäunt. Zu sehen ist die Baugrube, wo der Anbau entstehen soll. Wie sieht es im Pfarrsaal aus? Äußerlich hat sich noch nicht viel verändert. Eine Antwort auf die Fragen wollte der Bürgermeister Carsten Gabbert geben.

So hatte er zur Begrüßung ein letztes Mal in den alten Pfarrsaal alle eingeladen. Gemeinsam könne man somit sehen, was sich bisher im Innern getan hat. Das Staunen war dementsprechend groß. "Ein Wahnsinn, wie es hier aussieht", war von einigen Besuchern zu hören. Der Grund: Alles ist entkernt. Nur die alten Balken sind zu sehen. Bürgermeister Gabbert dankte allen, die sich bisher in das Projekt eingebracht haben. Man wolle "etwas Schönes auf die Beine stellen", so der Rathauschef. Er sei zuversichtlich, dass in der Pfarrscheune in etwa zwei Jahren die Pflegeeinrichtung ihre Arbeit aufnehmen kann.

Lucia Eitenbichler informierte über die beruflichen Möglichkeiten der Alltagsassistenten in der Pflegewohngruppe. So sollen neben 450 Euro Jobs auch acht Vollzeitstellen geschaffen werden.

Wie Ursula Gruninger vom Arbeitskreis sagte, kursieren Gerüchte, "dass alles im Ehrenamt geschehen soll". Dies stimme nicht. Jeder. der hier eine Arbeit finde, werde auch entlohnt, betonte sie. "Natürlich kann man sich auch im Ehrenamt einbringen", ergänzte sei. Ein Leuchtturmprojekt, das sehr viel Arbeit bedeute. nannte der Architekt Faber vom Planungsbüro Faber und Hättich das Projekt.

Die Zeitkapsel für die Grundsteinlegung füllte Ursula Gruninger mit markanten Dingen wie mit der aktuellen Tageszeitung, Plänen für das Bauprojekt, Fotos vom Ursprung des Pfarrsaals und Infos zu Konzept und Finanzierung. Die Schutter verbinde alle drei Ortschaften, so Gruninger, daher legte sie ein Fläschchen Schutterwasser bei, außerdem einen "Stein der guten Wünsche", einen Schutzengel und ein Glückscent. Danach wurde die Zeitkapsel von Dominik Schätzle fest verschlossen.