Zum Wahlkreis Ettenheim-Seelbach gehören Ettenheim, Kappel-Grafenhausen, Kippenheim, Mahlberg, Ringsheim, Rust, Schuttertal und Seelbach. In diesen Kommunen sind acht Vertreter für den Kreistag gewählt worden: Bruno Metz, Ulrike Schmidt, Jochen Paleit (alle CDU), Matthias Gutbrod (Freie Wähler), Kai-Achim Klare, Karl-Heinz Debacher (SPD), Heike Dorow (Grüne) und Sven Rothmann (AfD). Bitter für Schäfer ist, dass er zwar mehr Stimmen als Klare, Debacher, Dorow und Rothmann erhalten hat, aber trotzdem nicht in den Kreistag einzieht, da die persönlichen Ergebnisse der Kandidaten in Relation zu den Gesamtergebnissen der Listen gesetzt werden. So ist es möglich, dass die CDU im Wahlkreis fast doppelt so viele Stimmen wie die SPD erhalten hat (38,12 Prozent im Vergleich zu 20,32 Prozent), der Abstand bei den errungenen Sitzen aber sehr viel geringer ausfällt (drei zu zwei). Ist Schäfer also ein Opfer des Wahlsystems? Wäre es nur nach dem persönlichen Resultat gegangen, hätte er mit den achtmeisten Stimmen ein Mandat ergattert. Doch diese Auszählweise würde die kleinen Parteien benachteiligen. So erklärt sich, dass er nicht in den Kreistag kommt.