Schuttertal Ortsjubiläum: Vorfreude auf das große Fest steigt

Bürgermeister Carsten Gabbert steht hier im Ortszentrum von Schweighausen. Das Festzelt für das Ortsjubiläum ist gleich um die Ecke aufgebaut worden. Foto: Schabel

Schweighausen - Nur noch einmal schlafen, dann wird in Schweighausen groß gefeiert. Dem Festwochenende zum Ortsjubiläum fiebern viele Menschen im Bergdorf seit Langem entgegen.

Das Festzelt zwischen Sportplatz und Bergdorfhalle steht seit einigen Tagen, an der Hauptstraße weisen Schilder auf das Halteverbot an den Festtagen hin, auch der von Franz und Rosemarie Kaspar gestaltete Blumenschmuck im Ortskern fällt ins Auge – das Bergdorf hat sich herausgeputzt für die erwartete Besucherschar zum 800-Jährigen.

Auch Carsten Gabbert freut sich auf die kommenden Tage, vor allem auf Begegnungen mit vielen Menschen, wie er beim Gespräch mit unserer Redaktion erzählt. Der 45-Jährige ist seit 2004 Bürgermeister – ist das Ortsjubiläum von Schweighausen das größte Fest in seiner Amtszeit? Eine Frage, die er vorsichtig beantwortet – man habe ja etwa auch das Bergdorffest, das alle drei Jahre gefeiert wird. Ausgerechnet 2019 wäre es wieder soweit gewesen, in diesem Jahr ersetzt aber das Ortsjubiläum das Bergdorffest.

Weshalb gibt es keinen historischen Umzug und keine Themenhöfe zur Geschichte, die andere Gemeinden bei ihren Ortsjubiläen geboten haben? Gabbert verweist darauf, dass man das Jubiläum seit drei Jahren in einem Workshop vorbereitet und sich früh darauf geeinigt habe, auf einen historischen Umzug zu verzichten. Auch so seien die Vereinsmitglieder bereits genug eingespannt in Vorbereitung und Organisation – dabei sollen sie selbst auch etwas vom Fest haben.

Die Ortsgeschichte komme nicht zu kurz, verdeutlicht der Bürgermeister mit Hinweis auf die historische Ausstellung in der Bergdorfhalle, die am Pfingstsonntag und -montag jeweils von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden kann. Die Schau hat Gabbert selbst mit Rathausmitarbeiterin Linda Schumacher organisiert. Man habe eine Menge zusammengetragen, historische Urkunden, Fotos, Holzschnitte und Brauchtum. Hermann Göppert und Otto Himmelsbach würden interessante Ausstellungsgegenstände beisteuern, Fischerkleidung zeige Trachten, und der bekannte Freiamter Fotografe Sebastian Wehrle würde mit seinen modernen Schwarzwald-Porträts dem Ganzen noch einen besonderen Touch geben.

Während in der Bergdorfhalle ein Blick in die Ortshistorie ermöglicht wird, soll nebenan im Festzelt die Post abgehen. Festeröffnung mit Fassanstich ist am Samstag um 16 Uhr; abends tritt dann die Band "Allgäu Power" auf. Am Sonntag und Montag ist praktisch den ganzen Tag über etwas im Festzelt geboten, wobei vor allem die Freunde volkstümlicher Klänge auf ihre Kosten kommen werden.

Kinderprogramm und Hunderennen

Weshalb treten keine Rockbands auf? Gabbert erwidert, dass die engagierten Gruppen eine Musik machen, die auch ein jüngeres Publikum anspreche. Ohnehin sei es ein Fest für alle Generationen, so der Bürgermeister mit Hinweis auf das Kinderprogramm am Sonntag ab 15 Uhr und das Hunderennen am Sonntag ab 14 Uhr. Wie sieht es mit Parkplätzen aus? Landwirtschaftliche Höfe stellen Flächen für motorisierte Besucher zur Verfügung, die dann noch ein paar Schritte zum Festgelände gehen müssen.

Das Fest ist ein Gemeinschaftswerk, an dem nicht nur Bürger aus Schweighausen, sondern auch aus Schuttertal, Dörlinbach und weiteren Kommunen beteiligt sind –­ schließlich haben die lokalen Vereine, die die Helfer im Festzelt stellen, auch Mitglieder aus anderen Orten.

Gabbert verspricht sich vom Wochenende eine identitätsstiftende Wirkung und einfach gute Unterhaltung. Es ist das erste große Ortsjubiläum, das in seiner Amtszeit gefeiert wird, aber nicht das letzte: 2020 folgt das 750-Jährige von Schuttertal, 2024 das 800-Jährige von Dörlinbach.

Weitere Informationen: www.schweighausen800.de

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