Schuttertal Neue Arbeitsplätze in der Gemeinde

Sozialarbeiterin Lucia Eitenbichler (rechts) erläuterte, wie die Qualifikation zum Alltagsbetreuer abläuft. Foto: Axel Dach

Schuttertal - Großes Interesse haben Bürger der Gemeinde Schuttertal am Dienstagabend an der Infoveranstaltung zum Projekt Pfarrscheune in der Modoscher Heimatstube gezeigt. Dabei wurde auch für die Qualifizierung zum Alltagsbetreuer geworben.

Es sei das Ende eines langen Weges, betonte Bürgermeister Carsten Gabbert. Die Gemeinde befinde sich auf der Zielgeraden, was den Umbau der Pfarrscheune zu einem Wohn-, Pflege- und Begegnungshauses angeht. Der Bauantrag sei unterzeichnet. Noch vor der Sommerpause wolle der Gemeinderat entscheiden, ob das Projekt gestartet werden kann.

Neben umfangreichen Infos rund um das Projekt erläuterte die Sozialarbeiterin Lucia Eitenbichler von der Gemeinde anschaulich, wie eine selbstverantwortete Wohngruppe in Schuttertal funktionieren könnte. Damit eine zuverlässige Rund-um-die-Uhr-Betreuung angeboten werden kann, benötige man viele weibliche wie männliche Alltagsbegleiter. Die Gemeinde wolle hierzu Qualifikationskurse in Kooperation mit der Katholischen Landfrauenbewegung der Erzdiözese Freiburg anbieten. Um den Abschluss zu erreichen, müsse man 161 Unterrichtseinheiten absolvieren sowie in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft hospitieren. Der Kurs soll vor Ort angeboten werden, erklärte Eitenbichler. Pro Person würde der Kurs etwa 560 Euro kosten.

Die Alltagsbegleiter würden für ambulant betreute Wohngemeinschaften eine tragende zentrale Rolle übernehmen. Der Arbeitsbereich umfasse sowohl unterstützende pflegerische als auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten sowie Tätigkeiten im Rahmen der Betreuung. Ungefähr sechs bis acht volle qualifizierte Alltagsbegleiter-Stellen werde man benötigen, so Eitenbichler. Dies bedeute auch eine Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in der Gemeinde.

Darüber hinaus wolle die Gemeinde einen Kurs zur "häuslichen Betreuung in der Altenhilfe" anbieten, der 18 Abende umfasst. Gabbert betonte, dass die Alltagsbegleiter selbstverständlich entlohnt würden. Darüber hinaus können sich Bürger auch ehrenamtlich einbringen.

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