Schuttertal Berg-un-Tal-Treffen: Nasses Konfetti und schräge Töne

Dörlinbach - Dörlinbach ist am Wochenende fest in Narrenhand gewesen. Im Mittelpunkt des Brauchtumsabends und des Umzugs stand das inzwischen 35. Berg-un-Tal-Treffen. Zudem feierte die Bremsdorfer Narrenzunft ihr 40-jähriges Bestehen.

Die Bremsdorfer Narrenzunft ist in diesem Jahr Gastgeber für das zweitägige Berg-un-Tal-Treffen gewesen. Nach der Narrenmesse in der St. Johannes Kirche wurde in der bunt geschmückten Festhalle ausgiebig gefeiert. Lautstark hallten beim Brauchtumsabend am Samstag die Narrenrufe der sechs befreundeten Zünfte aus Dörlinbach, Schweighausen, Ettenheimmünster, Heimbach, Wagenstadt und Weisweil durch die voll besetzte Festhalle. Der diesjährige "Berg-un-Tal-Narr" Simon Marx von den Pflümequetscher Wagenstadt rief die Vertreter der sechs Zünfte zur gemeinsamen Berg-un-Tal-Fahrt auf die Bühne, wo die Berg-un-Tal-Kette an die Vorsitzende der Bremsdorfer Narrenzunft, Andrea Fehrenbacher, übergeben wurde.

Viel närrisches Programm sorgte beim Brauchtumsabend für beste Stimmung bis in die Nacht hinein. Fetzige Tanzauftritte und schön schräge Guggenmusiken, die manches musikalische Feuerwerk entfachten, heizten den Gästen ordentlich ein. Dazwischen konnte zur Musik der Partyband "Querbeet" das Tanzbein geschwungen werden. Im großen Festzelt neben der Halle kamen die Fans von närrischer Partystimmung voll auf ihre Kosten. Das Narrendorf mit zahlreichen Ständen von Dörlinbacher Vereinen lud ebenfalls zum Verweilen ein.

Wetter trübt die Feierlaune in keiner Weise

Am Sonntag ging das bunte Treiben in die zweite Runde. Dicke Wolken und Regen hin oder her: Der guten Laune tat das keinen Abbruch. Rund 1000 Hästräger und deutlich mehr Gäste sahen einen farbenfrohen und närrischen Umzug durch das Dörlinbacher Zentrum.

Pünktlich um 13.31 Uhr setzte sich die große "Schlange" im Unterdorf in Bewegung. Der Weg führte vorbei an der Ehrentribüne, am Rathaus und der Alten Schule. Dort erfuhren die Besucher auch, wer die Hästräger waren samt den passenden Narrenrufen. Hexen, Teufel und Guggenmusiker brachten – nasses – Konfetti unter die Besucher, die aus dem gesamten Schuttertal und sicher auch von weiter her angereist waren. Feuchtes Konfetti passte zu den wie immer gekonnt schrägen Klängen der Pauken, Rasseln und Trompeten.

An der Spitze eine Abordnung der Bremsdorfer Narrenzunft

An der Spitze marschierte nach dem "Berg-un-Tal-Narr" eine Abordnung der Bremsdorfer Narrenzunft, begleitet vom Musikverein aus Dörlinbach. Auch die Geisenmeckerer und der Musikverein aus Schweighausen erwiesen den Gastgebern die Ehre. Die Musikvereine machten als Lumpenkapelle mit den passenden Klängen eine ganz passable Figur. Über den Streitberg waren die Wälle-Bengel aus Ettenheimmünster gekommen. Die Eulen und Hexen aus Seelbach – aus dem unteren Schuttertal – durften selbstverständlich auch nicht fehlen. Das Karbatschenschlagen begeisterte das Publikum genauso wie gekonnt schräge Töne. Die "Vulkanbrut" war vom Kaiserstuhl angefahren, es gab Narren aus Schwenningen oder auch aus Freiburg. Insgesamt haben 74 Narrenzünfte an dem Umzug teilgenommen.

Das "Berg-un-Tal-Fest" stammt aus dem Jahr 1984. Damals hatten die Geisenmeckerer aus Schweighausen umliegende und befreundete Narrenzünfte zu einer gemeinsamen Gesprächsrunde eingeladen. Bereits ein Jahr später fand das damals genannte Sechser-Treffen in Mühlenbach statt. Das nächste Berg-un-Tal-Treffen findet 2020 in Weisweil statt.

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