Schuttertal Neuer Bürgermeister: Litterst fühlt sich gleich wohl

Schuttertal - Montag, 9.30 Uhr: Der erste Amtstag von Schuttertals neuem Bürgermeister beginnt. Auf dem Terminplan von Matthias Litterst steht nun vor allem viel Organisatorisches – und das Beantworten von Glückwunsch-Schreiben.

Noch ist das neue Büro von Litterst im ersten Obergeschoss des Rathauses in Dörlinbach recht spärlich eingerichtet. Auf den weißen Wänden sind nur ein paar einzelne Landschaftsbilder zu sehen. Auch der Schreibtisch wirkt noch unpersönlich, lediglich ein paar einzelne Dokumente liegen darauf verstreut. Bald schon soll aber darauf ein Bild von seiner Familie stehen, kündigt er an.

Das ist übrigens der Gegenstand, der unbedingt in seine neue Wohnung in Schuttertal muss. Bereits vor rund eineinhalb Wochen hatte Litterst eine Wohnungsanzeige im Schuttertaler Amtsblatt geschaltet. Gesucht wurden eine Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnung mit Küche und Bad. Offenbar mit Erfolg: Am Vormittag habe er bereits zwei Wohnungen besichtigt, erzählt er am frühen Montagnachmittag. Später am Tag will er sich zwei weitere Wohnungen ansehen.

Im Rathaus scheint Litterst aber schon angekommen zu sein: Er sitzt locker im Bürostuhl, wirkt entspannt. Man merkt: Er fühlt sich wohl. Was steht nun diese Woche fan? Am Montagmorgen habe er bereits alle Mitarbeiter des Rathauses getroffen. Nun stünden vor allem Gespräche mit den Amtsleitern sowie Bürgermeisterstellvertreter Klaus Winterer auf seinem Terminplan, erklärt er. Und ansonsten: "Ein paar Termine koordinieren und sehr viel Organisatorisches".

Daneben gehört es auch zu seinen ersten Aufgaben, sich eine Übersicht über die Haushaltslage der Gemeinde, gerade auch in Bezug auf die Corona-Krise, zu verschaffen. Die Auswirkungen werden, so schätzt er, "nicht furchtbar dramatisch, aber schon spürbar" für die Gemeinde sein.

Auch in den vergangenen Tagen hatte er viel zu tun, wobei es angenehme Plfichten waren: Unzählige Glückwunsch-Schreiben haben ihn erreicht. Der Stapel sei so groß, dass er bisher erst auf die Hälfte geantwortet habe, berichtet er der Lahrer Zeitung. Und auch die hohe Wahlbeteiligung von rund 60 Prozent bei der Bürgermeisterwahl sei für ihn eine positive Rückmeldung gewesen." Es ist ein Unterschied, ob 30 oder 60 Prozent der Bürger an einer Wahl teilnehmen. Eine gute Beteiligung ist das Allerwichtigste." Litterst spricht von einem "Vertrauensvorschuss", den ihm die Wähler gegeben haben.

Nun aber werde er sich in seinem neuen Amt erstmal Organisatorischem widmen. Und weiter Glückwunsch-Schreiben beantworten.

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