Schuttertal Kosten für Pflege-WG stehen fest

Die Pfarrscheune im Schuttertal bietet Wohnungen und Zimmer zum selbstbestimmten Alt werden im Schuttertal. Der Gemeinderat hat nun die genauen Kosten für die möglichen Bewohner festgelegt, die die Gemeinde zuvor errechnet hatte. Foto: Kiryakova

Gemeinderat: Bis zu 770 Euro für Wohnung in der Pfarrscheune / Räume sollen ab 1. Juni vermietet werden

Dörlinbach - Die Mieten für das betreute Wohnen in der ehemaligen Pfarrscheune stehen fest. Der Gemeinderat hat darüber in seiner jüngsten Sitzung entscheiden. Die Pflegebedürftigen sollen frühestens ab dem 1. Juni einziehen können.

Zwölf Zimmer im Obergeschoss und zwei Wohnungen im Erdgeschoss der Pfarrscheune sollen für die ersten Bewohner ab Juni bezugsfertig sein. Aktuell gibt es bereits sieben Reservierungen – allerdings noch ohne einen verbindlichen Vertrag. Kämmerin Lisa Kopf stellte auf der Sitzung des Gemeinderates am Dienstag in der Festhalle in Dörlinbach die Höhe der Mieten für die Pflege-WG (siehe Info) und deren Zusammensetzung vor.

Im Obergeschoss des Gebäudes gibt es Balkone, eine Küche und Aufenthaltsräume sowie Zimmer mit und Zimmer ohne eigenes Bad. Deswegen hat die Verwaltung verschiedene Mieten vorgeschlagen. Ein Zimmer ohne Bad wird 345 Euro Kaltmiete kosten. Dazu kommen 130 Euro Betriebskosten. Die Warmmiete beträgt somit 475 Euro. Zwei Mieter teilen sich dabei ein Badezimmer. Insgesamt gibt es sechs Zimmer mit und sechs Zimmer ohne eigenes Bad.

Bewohner können Unterstützung vom Staat beantragen

Für ein Zimmer mit Bad müssen die Bewohner 365 Euro Kaltmiete und ebenfalls 130 Euro Nebenkosten bezahlen, sodass die Warmmiete hier bei 495 Euro liegt. Die Wohnfläche der zwölf Zimmer beträgt insgesamt 413,8 Quadratmeter.

Laut der Vorlage des Gemeinderates ist mit dieser Kostenfestlegung auch gewährleistet, dass Mieter, die Unterstützungsgelder vom Staat erhalten, hier ebenfalls einziehen können. Die jährlichen Betriebskosten der Pflegewohngruppe sind nach einer Übersicht mit durchschnittlichen Vergleichswerten des aktuellen deutschen Mieterbundes abgeglichen.

Alles zusammen liegen sie unter dem, was nach dem Sozialgesetzbuch als Miete anerkannt ist. In diesem Fall darf die Wohnung höchstens rund 520 Euro kosten, sodass die Bewohner, die auf Hilfeleistungen vom Staat angewiesen sind, laut SGB II Unterstützungsgelder beantragen können.

Im Erdgeschoss der Pfarrscheune sind außerdem zwei Wohnungen untergebracht. Die kleinere von beiden hat eine Wohnfläche von 54,5 Quadratmetern, die größere eine von 63,7 Quadratmetern. Außerdem gibt es eine Küche, einen Ruheraum, Sanitäre Anlagen und eine Garderobe.

Für die kleine Wohnung beträgt die Kaltmiete 510 Euro. Die Nebenkosten sind mit 150 Euro veranschlagt. Die monatliche Warmmiete beträgt 660 Euro. Die größere Wohnung kostet 770 Euro Warmmiete. Die Kaltmiete liegt bei 595 Euro.

Damit beträgt die Warmmiete je Quadratmeter liegt somit bei 12,10 Euro. Die Betriebskosten liegen bei 2,75 Euro je Quadratmeter. Somit liegen die Kosten für die Miete im Bereich des aktuellen Mietspiegels. Die monatlichen Betriebskosten werden im Voraus berechnet. Eine exakte Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch erfolgt zum Beginn des Folgejahres. Vermieter für alle Wohnungen ist die Gemeinde Schuttertal.

Die Kaltmieten der Wohngruppe und der Wohnungen hat die Gemeinde anhand der Investitionskosten und der jährlichen Tilgung samt Zinsen errechnet. Der Gemeinderat stimmte diesen Preisen geschlossen zu.

Info

In der ehemaligen Pfarrscheune im Ortsteil Schuttertal, die zuvor der katholischen Kirchengemeinde und anderen Institutionen als Treffpunkt diente, können Senioren im Schuttertal in ihrer gewohnten Umgebung alt werden. Sie können entweder eine Tagesbetreuung in einer der beiden Wohnungen im Erdgeschoss in Anspruch nehmen oder in einem der zwölf Zimmer in einer selbstverantworteten Wohngruppe im Obergeschoss wohnen. Bisher sind noch fünf Zimmer frei.