108 Fahrer starteten beim Rennen in Schweighausen Kaltenmeier fährt in die Top Ten

Verfolgungsjagd im Schlamm: Beim Motocross-Rennen in Schweighausen mussten sich die Fahrer mit ihren Boliden teilweise durch sehr viel Schlick kämpfen. Foto: Baublies

Der Motorsport ist zurück im Schuttertal. Nach einjähriger Pause, bedingt durch die Corona-Pandemie, starteten am Wochenende 108 Fahrer ihre Maschinen beim großen Rennen in Schweighausen. Am Samstag ging die Jugend an den Start. Der Veranstalter war mit der Auftaktveranstaltung sehr zufrieden, rund 300 Zuschauer waren am Samstag auf den Pflingstberg gekommen und sahen sehenswerten Jugendsport. Eltern und Betreuer der Schützlinge waren begeistert. Am Sonntag standen die Rennen der Erwachsenen auf dem Programm.

1500 Zuschauer waren laut den Corona-Bestimmungen zugelassen, 1200 kamen schließlich an die Strecke. "Auch wir sehnten uns nach der Traditionsveranstaltung. Und dann ist auch noch die maximale Starter-Zahl von 40 Fahrern in einem Rennen dabei, ein Massenstart mit Nervenkitzel besonderer Art", so einer der Zuschauer. Wer das Rennen nicht live vor Ort verfolgen wollte oder konnte, konnte zu Hause den Computer nutzen. Fünf Kameras fingen das Renngeschehen auf dem Pflingstberg für einen Livestream ein. "Derzeit schauen uns 330 Nutzer zu. Ein herzliches Willkommen, von wo aus ihr auch immer zugeschaltet seid", kommentierte der Stadionsprecher am Sonntagnachmittag.

Große Maschinen mit bis zu 600 Kubikzentimeter Hubraum auf der Strecke

Ab 13 Uhr gingen die Fahrer an den Start. Die Motocross-Strecke war nach den Trainings und Halbfinalläufen am Vormittag gut abgetrocknet. "Idealer kann sich eine Strecke eigentlich gar nicht präsentieren", so Pierre Mark und Silvan Zehnle aus dem MSC-Orga-Team. Zum Rennen der Deutschen Meisterschaft in der Klasse bis 125 Kubikzentimeter Hubraum standen 18 Starter am Gatter.

Im ersten Lauf dominierte Collin Wohnhas vom MSC Wieslauftal und blieb mit seiner schnellsten Rundenzeit bei einer Geschwindigkeit von 49,79 Kilometer die Stunde unangefochtener Tagesschnellster. Zweiter wurde Valentin Kees vom MSC Reichling vor Eric Rakow vom MC Uckermark. Im zweiten Lauf musste Collin Wohnhas allerdings nach technischen Problemen aufgeben. Somit hatte Valentin Kees die Nase vorn, Zweiter wurde Eric Rakow.

Anschließend stand das Rennen in der Klasse bis 250 Kubikzentimeter auf dem Programm. Klare Favoriten gab es unter den 40 Startern nicht. Der Suzukifahrer Gabriel Chetnicke setzte sich durch und schaffte den Laufsieg vor Laurenz Falke auf einer Husqvarna und Paul Bloy. Der zweite Lauf war von harten Positionskämpfen geprägt, doch letztlich blieb Gabriel Chetnicke ungeschlagen und entschied auch den zweiten Lauf vor Laurenz Falke und Paul Bloy für sich.

In der Klasse der Deutschen Meisterschaft ohne Hubraumbeschränkung waren auch Boliden mit 500 und 600 Kubikzentimetern auf der Strecke und in mancher Passage des 1 525 Meter langen Rundkurses eher eine Behinderung für die anderen Fahrer. Den Zuschauern war durch die großen Maschinen allerdings noch mehr Nervenkitzel geboten. Tim Koch gewann auf einer Husqvarna vor Boris Maillard auf einer Suzuki und Lukas Platt auf einer Kawasaki den ersten Lauf. Im zweiten Lauf wiederholte er dieses Kunststück, diesmal vor Lukas Platt und Boris Maillard.

Der letzte Wettbewerb des Tages war der Landespokal, wieder ohne Hubraumbeschränkung. 50 Starter waren auf den Pflingstberg angereist, darunter allein zehn Fahrer vom veranstaltenden MSC Schweighausen. Nachdem für den Wertungslauf nur 40 Starter zugelassen waren, mussten bereits vormittags zwei Halbfinale bestritten werden, um sich für die 40 Besten zu qualifizieren. Alle zehn Lokalmatadoren schafften es in die finalen Durchgänge.

Mit Startplatz sieben ging Clubfahrer Joe-Louis Kaltenmeier aus Hohberg in den Wertungslauf und als Neunter über die Ziellinie. Eric Schönburg vom MSC Spaichingen ging mit großem Vorsprung als Schnellster und 50 Wertungspunkten durch’s Ziel, gefolgt von seinem Bruder Eric Schönburg auf Rang zwei. Dritter wurde Kevin Keim vom RMC Reutlingen.

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