Schuttertal Jugendliche erklimmen höchsten Punkt der Gartenschau

An der Wand ist sie zu Hause: die 13-jährige Lena Himmelsbach Foto: Axel Dach Foto: Lahrer Zeitung

Schuttertal. "Sicherheit steht an erster Stelle", sagte Jürgen Singler von der Sektion Lahr des Deutschen Alpenvereins (DAV) den 13 Schuttertäler Jugendlichen im Alter zwischen 11 und 15 Jahren. Zunächst gab es eine Einweisung von ihm selbst, Amelie Singler und Juliane Kuhner, allesamt Mitglieder des Alpenvereins.

 

Hierbei wurde etwa erklärt, wie man den Gurt richtig anzieht oder wie man sich korrekt anhakt. Auch verschiedene Kommandos waren wichtig, wenn der Kletterer zu der am Boden sichernden Person "Zu" ruft, so bedeutet das, dass er nicht mehr weiter nach oben will, "Ab" bedeutet runterlassen, wurde erklärt. An dem Kletterturm gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade, die mit jeder Route gesteigert wurden. Zunächst wurde von Amelie Singler ein Seil oben am Turm durch einen Ring gezogen, an diesem Seil wurden die jungen Kletterer von unten gesichert. Ganz wichtig ist auch die am Boden stehende sichernde Person, jedoch kann dieser das Seil nicht plötzlich entgleiten, da dieses durch ein Sicherungsgerät geführt wird, welches bei einer ruckartigen Bewegung automatisch stoppt.

Die 12-jährige Celina Kürz fühlte sich sehr gut gesichert und hatte überhaupt keine Angst. "Ich kann mir sogar vorstellen, beim Alpenverein mitzumachen", sagte sie. Das sei eine sehr starke Truppe, freute sich Jürgen Singler.

Von unten gab er immer wieder kleine Anweisungen und lobte die Kletterer. Auch Bürgermeister Carsten Gabbert war dabei und sicherte seinen Sohn Silas. Aus reiner Muskelkraft kletterten die Jugendlichen die bis zu 18 Meter hohen Wände hoch. Nicht alle schafften die besonders schwierige Wand mit dem starken Überhang. "Darum geht es aber nicht unbedingt", erklärte Jürgen Singler und stellte fest, dass auch manche in der Gruppe über sich hinauswachsen. "Morgen werden sie sicher alle einen Muskelkater haben", prognostizierte er schmunzelnd.

Die 13-jährige Lena Himmelsbach blickte stolz nach unten, denn an der besonders schwierigen Wand hatte sie es geschafft, bis ganz nach oben zu klettern. Auch sie hat den unglaublichen Kraftakt bewältigt, an dem der Körper wegen des starken Überhangs auch zusätzlich gegen die Erdanziehung kämpfen musste.

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