Schuttertal Im Jubiläumsort ist alles verändert

Schuttertal - Bereits das geplante Festbankett zum 750-jährigen Bestehen Schuttertals am 14. März war aufgrund des Coronavirus ausgefallen. Nun hat die Trachtenkapelle Schuttertal das für den 4. April geplante Jubiläumskonzert ebenfalls abgesagt.

Mit insgesamt 13 Veranstaltungen über das ganze Jahr verteilt wollte der Ortsteil Schuttertal sein 750-jähriges Bestehen feiern. Doch das Coronavirus machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Dass die Trachtenkapelle Schuttertal ihr Jubiläumskonzert abgesagt hat, trifft die Musiker auch deshalb schwer, weil damit auch das 120-jährige Bestehen des Vereins gefeiert werden sollte.

Das Risiko ist aktuell zu hoch

Die Schriftführerin, Lisa Kopf, teilte dazu mit: "Mittlerweile haben auch wir uns schweren Herzens für die Absage des Jubiläumskonzerts entschieden. Das ist sehr schade, da am 4. April 1900 die Statuten der Trachtenkapelle aufgesetzt wurden und das Datum ideal gepasst hätte.

Aber in der aktuellen Situation und in Anbetracht der Tatsache, dass eine Besserung nicht in Sicht ist, müssen wir in erster Linie an unsere Zuhörer denken – das Risiko wäre aktuell einfach zu groß. Wir hoffen, das Konzert im Herbst nachholen zu können".

Konzert und Theater waren fürs Jubiläum geplant

Viele Arbeitsgruppen des Orts haben viel Zeit investiert, um den Schuttertälern und anderen Gästen schöne Veranstaltungen im Jubiläumsjahr zu präsentieren. Auch die Trachtenkapelle Schuttertal will sich mit mehreren Beiträgen im Jubiläumsjahr einbringen, geprobt wurde nicht nur für das Jubiläumskonzert.

Ein historisches Theater soll am 1. Mai unter der Leitung von Dominik Schätzle und Michael Hummel beim Kreuzstein aufgeführt werden. Darüber hinaus will die Trachtenkapelle mit einem Auftritt das große Jubiläumsfest im September und das Kirchenkonzert im November mitgestalten.

Auch Premiere eines Freilichttheaters geplant 

Der Männergesangverein Schutterbund möchte zum Ortsjubiläum erstmalig ein Freilichttheater im Modoscher Park, insgesamt sechs Mal im Juni, aufführen. Gottfried Zurbrügg, der Autor des Theaterspiels "Wellenreiter", hat sein gleichnamiges Buch für das Ortsjubiläum umgeschrieben. Unter der Regie von Ludwig Griesbaum, einem langjährigen Sänger und Regisseur der Theaterveranstaltungen des Vereins, probte bereits die rund 40-köpfige Theatergruppe. Außerdem will sich der MGV Schutterbund mit Auftritten beim Jubiläumsfest im September sowie beim Kirchenkonzert im November gesanglich einbringen.

Sowohl die Arbeitsgruppe "Gerhard Finkbeiner",die an drei Tagen an Pfingsten an den verstorbenen Historiker erinnern möchte als auch die Arbeitsgruppen "Scheunengespräch Kasperhof" und "Tag der Landwirtschaft" planen seit Langem ihre Veranstaltungen.

Das "Scheunengespräch Kasperhof" soll an Christi Himmelfahrt als Auftaktveranstaltung zum "Tag der Landwirtschaft" stattfinden und am darauffolgenden Sonntag wollen sich Schuttertäler Landwirte an fünf Veranstaltungsorten präsentieren. Dabei können die Besucher auch einzelne Höfe bei Führungen kennenlernen.

Fidelius Waldvogel soll für gute Laune sorgen

Auf dem Festplatz am Eichberg will die Forstbetriebsgemeinschaft am Sonntag, 24. Mai, eine Ausstellung präsentieren. Die Besucher sollen dabei Fakten über die Forstwirtschaft erfahren. Gegen Abend will dann auf dem Kasperhof mit Kabarett und Musik der bekannte Schwarzwälder Entertainer "Fidelius Waldvogel", Martin Wangler, für gute Laune sorgen.

Veranstaltungen im Jubiläumsjahr sollen außerdem ein Musikabend "History of Jazz" im Gasthaus Eiche am Donnerstag, 16. April, und die Schwarzwälder Holzfällermeisterschaften mit Eurojack des RSV Schuttertal am ersten Augustwochenende sein.

Ein dreitägiges Jubiläumsfest soll am letzten Septemberwochenende stattfinden. Der Kirchenchor St. Antonius hat eine Matineé für den 12. Juli geplant. Ein Kirchenkonzert und das Abschlussfest stehen im November auf dem Veranstaltungsflyer 750 Jahre Schuttertal.

Die Gemeinde sowie die Vereine und Arbeitsgruppen müssen nun aufgrund des Coronavirus abwarten, was die Zeit mit sich bringt. Die Lahrer Zeitung jedenfalls wird mit ihrer Berichterstattung die Leser über die geplanten Festveranstaltungen auf dem Laufenden halten.

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