Schuttertal Höfe wollen sicheres Wasser

Einige Anwohner im Michelbrunn wollen an die Wasserversorgung der Gemeinde angeschlossen werden. Foto: Kiryakova

Schuttertal - Mehrere Anwohner im Michelbrunn wollen nun einen zweiten Versuch wagen, ob ihre Höfe an die Trinkwasserversorgung der Gemeinde angeschlossen werden können. Bauamtsleiter Wolfgang Wölfle schätzt die Chancen nun deutlich besser ein.

Bauarbeiten sollen in den kommenden Wochen beginnen

Bisher sind die elf Anwesen im Michelbrunn im Ortsteil Schuttertal noch von eigenen Quellen und ausreichend Regen abhängig. Doch das könnte sich vielleicht bald ändern: Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag in der Dörlinbacher Festhalle beschlossen, dass Ingenieure nun die technischen und finanziellen Möglichkeiten prüfen sollen (siehe Info).

Bereits im Jahr 2015 war geprüft worden, ob Wasserleitungen für die elf teilweise abgelegenen Höfe gebaut werden können. Damals standen zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Ein Anschluss über Seelbach oder über den Ortsteil Schuttertal. Wegen der hohen Kosten sei das Projekt damals nicht weiter verfolgt worden, erklärte Wölfle.

Nun gibt es für die Anwohner aber wieder Hoffnung: Seit 2019 gibt es vom Land Baden-Württemberg dank eines Gutachtens auch für Schuttertal mögliche Zuschüsse. So wurde der Bau der Trinkwasserleitung in den Kambach im Ortsteil Schuttertal mit 44 Prozent gefördert. Die Bauarbeiten dort sollen in den kommenden Wochen beginnen.

Qualität und Menge des Wassers einiger Quellen habe deutlich abgenommen

Die Verwaltung hat nun die Trinkwasserversorgung im Michelbrunn als dringendes Projekt in das Förderprogramm aufgenommen. Wölfle schätzt die Chancen für Gelder vom Land nun deutlich besser ein, aber "so charmant wie im Kammbach, wo wir als Gemeinde nur rund 150.000 Euro zahlen müssen, wird es im Michelbrunn wahrscheinlich nicht."­Der Anschluss der Michelbrunner Höfe an die Hauptleitung der Gemeinde sei aber auf alle Fälle eine Verbesserung.

Die Qualität und Menge des Wassers einiger Quellen habe laut Wölfle deutlich abgenommen, auch die Trockenheit sei zunehmend ein Problem. Außerdem könnte im Zuge der Bauarbeiten auch die Löschwasserversorgung verbessert werden. Laut Wölfle werde nun abgeklärt, welche Anlieger Interesse haben. Die Vergabe jetzt sei eine reine Untersuchung, ob das Projekt machbar sei. Starten könnte es dann frühestens in ein bis zwei Jahren.

Im Haushalt 2021 sind 20 000 Euro für die Planung bereitgestellt. Die Anlieger müssen sich an diesen Kosten nicht beteiligen. Den Auftrag erhält das Ingenieuerbüro Siggelkow. Falls die Leitungen gebaut werden, müssten Anlieger den Bau der Leitung bis zu ihrem Hof selbst bezahlen.

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