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Schuttertal Geschichte gut in Szene setzen

Bürgermeister Carsten Gabbert (rechts) und Meinrad Jilg studieren den Schuttertäler Ortsplan. Foto: Dach Foto: Lahrer Zeitung

Schuttertal. Im Rahmen der Vorbereitungen auf die 750-Jahr-Feier Schuttertals in zwei Jahren haben sich am Mittwoch Interessierte zusammen mit Bürgermeister Carsten Gabbert zu einer Besprechung getroffen. Thema war das Projekt, historische Gebäude zu beschildern und auf deren Geschichte einzugehen.

 

Anhand eines Ortsplans überlegten die Interessierten zunächst, welche Gebäude sowohl im Kernort als auch im Außenbereich infrage kommen könnten. Otto Himmelsbach hatte bereits in Vorarbeit eine Aufstellung möglicher Gebäude mitgebracht. Möglich sei eine Infotafel am Gebäude anzubringen, eventuell in Kombination mit einem historischen Foto. Jedoch müsse dabei selbstverständlich auch der jeweilige Eigentümer mit einbezogen werden, betonte Bürgermeister Gabbert.

"Was hat damals das Dorfleben ausgemacht?" Dieser Frage gingen die Interessierten gemeinsam nach. So wurden zunächst alle landwirtschaftlichen Gehöfte, beginnend von "S’Sigmunde" im Durenbach bis zu "S’Rothe" im Kambach, nacheinander aufgelistet. Dies war kein leichtes Unterfangen, hatte der Hofname zumeist wörtlich gesehen gar nichts mit dem Familiennamen der Besitzer zu tun. Auch die Höfe im Michelbronn sowie die Seelbacher Höfe "Schmetterhof" und "Hubhof", diese beiden gehörten früher ebenfalls zu Schuttertal, wurden aufgeschrieben. Gabbert konnte insgesamt 69 landwirtschaftliche Höfe zählen. Danach überlegten die Teilnehmer, welche Gewerbebetriebe es in Schuttertal früher gegeben hat. Gebäude wie "S’Korbmochers" oder "Rainmiehli" und viele mehr wurden aufgezählt. Auch markante Schuttertäler Plätze spielen bei den Überlegungen eine Rolle. Otto Himmelsbach erzählte, dass der Marienplatz vor der Kirche früher auch "Latschariplatz" genannt wurde, weil sich dort früher die "Latschis" des Orts getroffen hätten. Es sei ein Ort der Begegnung für junge Männer gewesen, so Himmelsbach. Gabbert regte an, dass bei sämtlichen Überlegungen hinsichtlich dieses Projekts eine historische Linie beachtet werden sollte. Hilfreich bei den Überlegungen waren auch das Finkbeiner-Archiv sowie die Heimatbücher des verstorbenen Schuttertäler Heimatforschers Gerhard Finkbeiner. Das Zusammengetragene wird nun dokumentiert. Anschließend soll besprochen werden, wie man welche historischen Gebäude, Plätze und landwirtschaftlichen Höfe anlässlich des Dorfjubiläums präsentieren möchte.

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