Schuttertal "Für ein würdevolles Altern"

Die Vorsitzende von SoMIT Schuttertal, Ursula Gruninger Foto: Axel Dach

Pfarrscheune: Vorsitzende spricht über die Aufgaben und Pläne des Vereins "Soziales Miteinander"

Schuttertal- Ursula Gruninger ist bei der Versammlung des neu gegründeten Vereins Bürgergemeinschaft Soziales Miteinander Schuttertal (SoMIT) zur Vorsitzenden gewählt worden.

Die Gemeinschaft ist ein Verein, der sich für Pflegebedürftige in der Gesamtgemeinde Schuttertal rund um das Projekt Pfarrscheine einsetzt. Bürgerinnen und Bürger aus allen drei Ortsteilen engagieren sich in der Gemeinschaft. Ursula Gruninger erzählt, was sich die Angehörigen von Pflegebedürftigen, aber auch andere ehrenamtliche Helfer und Bürger rund um das Thema Würdevolles Altern im Schuttertal vorgenommen haben.

Frau Gruninger, was gab Ihnen den Anreiz dafür, sich zur Wahl zu stellen?

Seit der Auftaktveranstaltung der Gemeinde Schuttertal im März 2013 begleitet mich das Thema "Älter werden in Schuttertal" sowohl im Arbeitskreis als auch bis Juli 2020 dienstlich. Die gesamte Entwicklung dieses Projektes hat mich sehr sensibilisiert im Hinblick auf den Umgang und das Leben mit älteren und pflegebedürftigen Menschen, sodass ich mich der Verantwortung als Vereinsvorsitzende der Bürgergemeinschaft gestellt habe.

Weshalb wurde der Verein eigentlich gegründet?

Die Bürgergemeinschaft "SoMIT Schuttertal" ­ist ein wichtiger Baustein in diesem Modell der geteilten Verantwortung. Das Bewohnergremium, welches aus den Bewohnern selbst sowie deren Angehörigen besteht, hat entschieden, dass die Bürgergemeinschaft die Anstellungsträgerschaft für die Alltagsassistenten, die in der Pflegewohngruppe arbeiten wollen, übernimmt.

Was ist das vorrangigste Ziel des Vereins "SoMIT"?

Wir bringen uns ein, um den älteren und pflegebedürftigen Mitmenschen ein Leben bis zum Tod in ihrer gewohnten Umgebung, also in ihrer Heimat, zu ermöglichen. Da gibt es Unterstützung zum einen hinsichtlich der Einrichtung der selbstverantworteten Pflegewohngruppe im Obergeschoss der Pfarrscheune für maximal zwölf Bewohner.

Darüber hinaus entsteht dort eine Tagesbetreuung, die je nach Bedarf ein bis zwei Mal wöchentlich zur Entlastung von pflegenden Angehörigen im Erdgeschoss der Pfarrscheune eingerichtet werden soll. Auch dies will unser Verein unterstützen. Ein weiteres Projekt von uns ist die geplante Errichtung eines Begegnungscafés im Erdgeschoss der Pfarrscheune.

Und welche weiteren wichtigen Aufgaben gilt es im ersten Geschäftsjahr zu bewerkstelligen?

Wir möchten neue Mitglieder werben und uns aktiv darum kümmern, dass ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen werden können. Darüber hinaus will unser Verein mithelfen, die gesammelten Spendengelder sinnvoll einzusetzen, beispielsweise für die Ausstattung und Gestaltung der Pfarrscheune. Wir planen eine Ideenbörse zur Gestaltung des sozialen Miteinanders in der Gemeinde mit viel Platz für Neues.

Was erhoffen oder wünschen Sie sich persönlich für die älteren Menschen der Gemeinde?

Dass sie für die neuen Angebote in Schuttertal rund um das Thema „Älter werden“ offen sind und dass sie so in ihrer gewohnten Umgebung bis zu ihrem Tod ein selbstbestimmtes und glückliches Leben mit der von ihnen benötigten Unterstützung führen dürfen.

Info

Ende Februar dieses Jahres wurde der neue Verein Bürgergemeinschaft Soziales Miteinander Schuttertal e.V. gegründet. Er hat derzeit 57 Gründungsmitglieder, weitere engagierte Bürger sind willkommen. Die jährlichen Mitgliedsbeiträge liegen für Einzelpersonen bei 25 Euro, für Familien bei 40 Euro und für juristische Personen bei 50 Euro.

Eine eigene Homepage ist in Planung. Infos zum Verein gibt die erste Vorsitzende Ursula Gruninger unter Telefon 07823/29 90 oder ihre Stellvertreterin Anja Müllerleile unter Telefon 07826/94 48 00. Infos zum Thema "Älter werden in Schuttertal" gibt es auch auf der Homepage der Gemeinde unter www.schuttertal.de.