Schuttertal Etliche Festmeter werden Kleinholz

Neben Muskelkraft kommt es bei den Sportholzfällern auch auf eine ausgefeilte Technik und hohe Präzision an.Foto: Dach Foto: Lahrer Zeitung

Vor großem Pubikum sind gestern die Besten der europäischen Sportholzfäller bei den 38. Internationalen Holzfällermeisterschaften des Ringersportvereins Schuttertal gegeneinander angetreten. Die Elite sorgte für ein großes Spektakel.

 

Schuttertal. Pure Schlagkraft, hohe Präzision im Umgang mit der Motorsäge oder der Spaltaxt: Bei dem Holzfäller-Event haben die Athleten wieder einmal bewiesen, dass sie bereit sind, in der Arena am Eichberg alles zu geben. Schließlich war der Schuttertäler Wettbewerb gleichzeitig das Finale der "Eurojack"-Serie. Nach Stationen in Österreich und Tschechien waren die zehn besten Sportholzfäller für den Schuttertäler Wettkampf bereits gesetzt. Darunter auch der Lokalmatador Markus Vögele, der als Viertplatzierter der EM-Rangliste in den Wettbewerb startete.

Weitere zehn Athleten konnten sich am Samstag bei einem spannenden Qualifikationskampf die Teilnahme sichern. Mit Simon Himmelsbach, Robert Vögele und Anton Vögele gingen so noch drei weitere Sportholzfäller aus dem Schuttertal an den Start. Als "die Legende vom Eichberg" wurde Anton Vögele von Moderator Urban Himmelsbach bezeichnet. Schließlich war der mittlerweile 54-Jährige zum 38. Mal in Folge und damit ununterbrochen beim Wettbewerb in Schuttertal dabei.

Nach sieben strapaziösen Disziplinen konnte sich Markus Vögele den ersten Platz am Eichberg sichern. Die "Eurojack"-Serie beendete er auf Rang vier. Neuer Europameister ist der Österreicher Armin Kugler, der gestern hinter Vögele Platz zwei belegte. Mit Teilnehmern aus Deutschland, Schweiz, Österreich, Belgien und Schweden war nicht nur das Teilnehmerfeld, sondern auch das zahlreich erschienene Publikum international besetzt. Vor den Augen der Zuschauer verwandelten die Athleten etliche Festmeter zu Kleinholz. Mit unglaublicher Schlagkraft wurden in rasanter Geschwindigkeit Stämme durchschrotet oder mit einer Einmann-Zugsäge in dünne Scheiben zerlegt. Doch bei den sieben Disziplinen war nicht nur erhebliche Muskelkraft, sondern auch eine ausgefeilte Technik und hohe Präzision gefordert.

Besonders spektakulär war wieder das Springboard, die Königsdisziplin, an der manch Teilnehmer zu scheitern drohte. Durch lautstarkes Anfeuern der Zuschauer schaffte es jedoch jeder Sportler, in einer geschlagenen Kerbe ein Brett zu fixieren, um dann freistehend mit der Axt einen Buchenholzstamm zu durchschlagen.

Das attraktive Rahmenprogramm bescherte dem Ringersportverein bereits am Samstagabend ein gefülltes Festzelt. Auf großes Interesse stieß auch die Ausstellung "Alte Motorsägen und Waldgeräte" von Karl-Heinz Schwab aus Bad Rippoldsau. Heute klingt das dreitägige Fest mit einem Feierabendhock bei Musik und Tanz aus.

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