Schuttertal Eine unermüdliche Arbeiterin

Frieda Fischer Foto: privat Foto: Lahrer Zeitung

Schweighausen (rof). Frieda Fischer, Seniorchefin der Fischerkleidung auf dem Geisberg, ist am Samstag im Alter von 81 Jahren gestorben. Bereits vor rund dreieinhalb Jahren wurde bei ihr Krebs diagnostiziert. Sie kämpfte sich dank eines unerschöpflichen Lebenswillens aber noch einmal zurück ins Leben.

Frieda Fischer, geborene Zehnle, wurde am 19. Oktober 1937 auf dem Metzgerhof in Schweighausen als Jüngste von drei Kindern geboren. Die ersten Schuljahre waren von den Wirren des Zweiten Weltkrieges stark geprägt und sie musste auf dem elterlichen Bauernhof kräftig mithelfen.

Mit 18 Jahren stellte sich Frieda Fischer schon auf die eigenen Beine und fand eine Anstellung im Hotel Adler in Lahr. Als Festjungfer bei einem großen Fest in Schweighausen lernte sie ihren späteren Ehemann Adolf Fischer kennen und lieben. Da Adolf sie später in die elterliche Schneiderei auf dem Geisberg einbinden wollte, die er übernommen hatte, arbeitete seine spätere Frau ab Ende der 1950er-Jahre bis zur Hochzeit 1963 bei der Kleiderfabrik Weber & Lederer in Lahr. Dort lernte sie die Schneiderarbeit von der Pike auf.

Nach der Hochzeit ging es zu Fischer auf den Geisberg, wo sie in der kleinen Werkstatt mitarbeitete. Der zweite Geschäftszweig der Uniformen war damals schon sehr zeitraubend, brachte aber Arbeit für die Werkstatt. Auch die Produktionsstätte wurde neben dem Ladengeschäft immer größer.

1965 und 1968 kamen die Söhne Udo und Jan auf die Welt. Oft waren die Jungs im Laufstall in der Werkstatt oder im Laden mit dabei.

Die Fischerkleidung, gegründet im Jahr 1899, wuchs in den kommenden Jahrzehnten kontinuierlich. Frieda Fischer trug ihren Teil durch unermüdliche Schaffenskraft dazu bei. Seit rund 25 Jahren leitet Udo als Bekleidungs-techniker die Produktion der Kleiderfabrik und Jan als Textilbetriebswirt das Bekleidungshaus. Heute sind beide als Geschäftsführer tätig. Die Senior-Chefin fuhr aber weiter auf Messen und gab ihre jahrzehntelange Erfahrung weiter.

Fischer liebte ihre Hunde. Daneben war sie lange Mitglied beim Schützenverein, dem Frauenbund und Gründungsmitglied der Geisberger Geisenmeckerer.

Die Trauerfeier mit anschließender Beisetzung findet am Freitag, 15. März, ab 14.30 Uhr in der St. Romanus Kirche statt. Der Rosenkranz wird um 14 Uhr gebetet.

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