Schuttertal Ein weiter Weg bis ins Schuttertal

Premiere für Vikar Yesudas Kochupurackal (rechts): Gemeinsam mit Pfarrer Johannes Mette gestaltete er den Gottesdienst in der St. Antonius Kirche Schuttertal. Foto: Dach

Schuttertal/Lahr. Der neue Vikar der katholischen Seelsorgeeinheit an der Schutter, Pater Yesudas Kochupurackal, wurde am Samstag in der St. Antonius Kirche willkommen geheißen. Seit August wirkt er nun als Vikar in der Seelsorgeeinheit von Lahr bis Schweighausen.

Viele Gläubige waren am Samstag in den Abendgottesdienst der St. Antonius Kirche in Schuttertal gekommen, um bei der Vorstellung des neuen Vikars, Pater Yesudas Kochupurackal, dabei zu sein. Er tritt die Nachfolge von Pater Thomas Perumbattu, welcher im Juni verabschiedet wurde, an. Kurz nachdem der Gottesdienst begonnen hatte, stellte sich der neue Pater auch persönlich der Gemeinde vor. Er sei bereits seit sechs Jahren in Deutschland als Seelsorger tätig und sei nun in das Pfarrhaus im Ortsteil Schuttertal eingezogen, sagte Pater Yesudas zu den Gläubigen.

Vikar war bereits in mehreren Pfarreien tätig

Zuvor sei er bereits in verschiedenen Pfarreien in Baden-Württemberg tätig gewesen. "Ich freue mich auf meine kommende Tätigkeit hier und auf schöne Begegnungen", sagte er. Zusammen mit Pfarrer Johannes Mette, dem Leiter der Seelsorgeeinheit an der Schutter, gestaltete er den Gottesdienst.

Viele Kirchenlieder wurden gesungen, an der Orgel begleitete Gunter Hertwig. Pater Yesudas las das Evangelium nach Lukas, in welchem es um die Habgier des Menschen ging. Dieses Thema griff er auch in seiner Ansprache an die Gemeinde auf. Der Sinn des Lebens bestehe nicht darin, dass ein Mensch in Überfluss lebe, erklärte der Vikar.

Er stellte die Frage an die Gläubigen, was es eigentlich bedeute, vor Gott reich zu sein. Man solle bei Reichtum auch die anderen, denen es nicht so gut gehe, im Auge behalten und mit diesen teilen, sagte er. Pater Yesudas warf anhand des Evangeliums einen kritischen Blick auf die Gesellschaft und das Wirtschaftssystem: denn letztendlich versuche jeder, wo er kann, soviel wie möglich für sich herauszuholen.

Appell an die Solidarität der katholischen Kirchengemeinde

Pater Yesudas brachte jedenfalls mit seiner Predigt die Gläubigen zum Nachdenken darüber, welchen Stellenwert die Menschen den materiellen Dingen in ihrem Leben beimessen. Am Ende des Gottesdienstes begrüßte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Stefan Allgaier den neuen Pater und merkte an: "Sie dürfen nun dort leben und arbeiten, wo andere Urlaub machen." Er freue sich auf eine gute und zielorientierte Zusammenarbeit, sagte Allgaier. Im Anschluss bestand für die Kirchenbesucher noch die Möglichkeit, Pater Yesudas persönlich zu begrüßen und mit ihm ein paar Worte zu wechseln.

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