Schuttertal Ehrenamtliche sollen beim Abbruch der "Sonne" helfen

Steht seit Jahren leer: Das Schweighausener Gasthaus "Sonne" soll bald komplett abgerissen werden. Archivf oto: Baublies Foto: Lahrer Zeitung

Schuttertal. Mit einem Betrag von bis zu 30 628 Euro finanziert die Gemeinde die Gestaltung des Außenbereichs beim Dorfladen Schweighausen und des davor liegenden Parkplatzes. Der Gemeinderat Schuttertal hat diese Entscheidung ohne Gegenstimme am Dienstag beschlossen.

 

Bereits 2012 wurde für den Abbruch des ehemaligen Gasthauses Sonne und die Gestaltung des Außenbereiches ein Förderantrag aus dem ELR-Programm gestellt und nun stehen noch etwa 10 300 Euro aus, die für dieses Vorhaben eingesetzt werden sollen. Die Abrechnung des gesamten Projekts muss bis Ende 2018 erfolgen. Mit diesem Betrag werden die Materialkosten gedeckt, die Arbeiten will die Genossenschaft mit Hilfe von eigenen und ehrenamtlichen Kräften durchführen.

Zudem beschloss der Gemeinderat die Beschaffung einer neuen Ringermatte für den Ringersportverein Schuttertal mit 25 Prozent der Kosten, also 1905 Euro, zu unterstützen.

Zwei Bauvorhaben stellte Hauptamtsleiter Wolfgang Wölfle dem Gremium vor. Das erste Gebäude, ein Wohnhaus im Baugebiet Kappelberg III, wurde im sogenannten Kenntnisgabeverfahren behandelt. Dies ist möglich, wenn die Vorschriften des geltenden Bebauungsplans eingehalten werden. Dann können Planer und Bauherr ihren Bauantrag wie gewohnt stellen und innerhalb kurzer Zeit die Genehmigung erhalten. Eine Zustimmung des Gemeinderates ist dann nicht mehr erforderlich.

Das zweite Wohnhaus soll im Außenbereich in Schweighausen errichtet werden. Hierfür begannen Planung und Vorgespräche mit den Behörden schon vor langer Zeit. Lioba Fischer vom gleichnamigen Planungsbüro erläuterte den Anwesenden die Vorgehensweise und kommentierte die Stellungnahmen und deren Auswirkung für die Genehmigung. Im Bereich Mühleberg in Schweighausen gibt es bereits eine Außenbereichssatzung, die es zu ändern galt. Ursprünglich war geplant ein Leibgedinghaus in Nachbarschaft zum Hof zu errichten. Die Fläche grenzte an einen Bach, an dem es beidseitig den zehn Meter breiten Gewässerrandstreifen einzuhalten galt. In dem eng gefassten Gebiet ist es nun möglich das Bauvorhaben auszuführen. Die vom Regierungspräsidium Freiburg kritisierte fast doppelte Erweiterung des Bereichs stieß auf etwas Unverständnis.

Gemeinde stellt für das Schweighausener Dorfjubiläum mehr als 36 000 Euro bereit

Rechnerisch zwar richtig, aber da es sich um eine zusammenhängende Fläche handeln muss, blieb den Planern nichts anderes übrig, um das Bauvorhaben überhaupt zu ermöglichen. Die in der Nähe befindlichen Biotope sind weit genug entfernt und werden von den Bauarbeiten nicht betroffen sein. Für den Gemeinderat war es daher einfach, dem Bauvorhaben zuzustimmen.

Für das Jubiläum "800 Jahre Schweighausen" plant die Gemeinde ein Budget in Höhe von 36 350 Euro bereitzustellen. Dieser Betrag soll im Haushalt 2019 eingestellt werden. Bereits in den vergangenen zwei Jahren waren insgesamt 20 000 Euro vorgesehen, von denen aber nur 3500 Euro benötigt wurden. "Wir haben die Ausgaben großzügig und die Einnahmen gering berechnet", sagte Bürgermeister Carsten Gabbert. Schon jetzt sind aber durch Sponsoring höhere finanzielle Mittel verfügbar, erklärte der Bürgermeister.

In dergleichen Höhe soll auch das Jubiläum des Ortsteils Schuttertal finanziert werden, das 2020 zu einer großen Veranstaltung werden soll. Hierfür sind aber noch Gespräche im kleinen Kreis vorgesehen, heißt es aus dem Schuttertäler Gemeinderat.

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