Schuttertal Ärger um weggeworfene Hundekotbeutel am Regelsbach

Unter einem Baum beim Regelsbach haben Tierhalter ihre Hundekot-Tüten in der Natur entsorgt. Foto: Gemeinde

Schuttertal - Der Regelsbach in Schuttertal ist bei Hundehaltern ein beliebtes Ausflugsziel. Hunde brauchen ihren Auslauf, sie wollen spielen, tollen und über Wiesen jagen.

Der Auslauf von Hunden müsse aber auch Grenzen haben, wie die Gemeinde Schuttertal mitteilt. Die Grenze sei überschritten, wenn Hundekot zu einer Belastung für Menschen und Tiere wird. "Es sollte deshalb für alle Hundehalter selbstverständlich sein, den Kot ihres Hundes im Interesse aller zu beseitigen und die Hundekotbeutel bis zum nächsten Mülleimer mitzunehmen und dort zu entsorgen. Leider erreichten uns in letzter Zeit vermehrt Beschwerden über liegengebliebene Hundekotbeutel, insbesondere im Bereich Regelsbach im Ortsteil Schuttertal", heißt es in der Mitteilung.

Einige Hundehalter würden den Kot ihres Tieres zuerst einsammeln, ihn dann aber mitsamt Tüte in die Natur werfen. "Nach den Vorschriften des Landesnaturschutzgesetzes Baden-Württemberg stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar, welche mit einem empfindlichen Bußgeld geahndet wird", informiert die Gemeinde. Sollten sich die Beschwerden weiterhin häufen, sehe sie sich dazu gezwungen, Anzeige gegen die Hundehalter zu erstatten.

Wird der hinterlassene Hundekot zur Anzeige gebracht, können Hundehaltern in Baden-Württemberg Bußgelder in Höhe zwischen 25 und 150 Euro auferlegt werden. Die Strafen sind im Vergleich aller Bundesländer zusammen mit denen in Bayern die höchsten in Deutschland. Am günstigsten kommen die Besitzer der Vierbeiner noch in Brandenburg und Schleswig-Holstein weg. Hier kostet ein Kot-Vergehen lediglich zwischen zehn und 20 Euro.

Ein nicht entfernter Hundehaufen kann nicht nur eine Anzeige durch die Gemeinde nach sich ziehen. Im Winter 2020 landete der Streit zwischen einem Seelbacher und einem Schuttertäler um einen Hundehaufen gar vor dem Lahrer Amtsgericht.

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