Schuttern Versammlung: "So kann das nicht weitergehen"

Vorsitzender Martin Kupfer (links) ernannte Martin Lauble zum neuen Ehrenmitglied. Foto: Bohnert-Seidel

Schuttern - Vorsitzender Martin Kupfer hat am Samstag deutlich gemacht, dass er den Fortbestand der Natur- und Angelfreunde Schuttern gefährdet sieht. Mit einer Brandrede versuchte er, Mitglieder zur Mitarbeit im Vorstand zu motivieren.

"Es wird langsam eng", hat Vereinsvorsitzender Martin Kupfer am Samstagabend im Pfarrheim in Schuttern klargestellt. Gemeint ist die Unterbesetzung des Vorstands der Natur- und Anglerfreunde: Drei Stühle sind seit einigen Jahren unbesetzt.

"So kann das nicht weitergehen", so der Vorsitzende. Seit mehr als 35 Jahren ist er Mitglied im Vorstand der Angler- und Naturfreunde, insgesamt 106 Mitglieder gehören dem Verein an. Trotzdem herrscht Personalnot an der Vereinsspitze. So ist Patrick Benz zum Beispiel seit drei Jahren stellvertretender Vorsitzender und Jugendwart in Personalunion. Und es wird noch enger: 2021 wird Rechnerin Sandy Moser aufhören. "Auch wir hier im Vorstand haben Familie und Beruf und können nicht alle Posten doppelt besetzen. Ohne Verstärkung verliert der Verein seine Geschäftsfähigkeit", so Kupfer. Der Verlust der Geschäftsfähigkeit würde zur Auflösung des Vereins führen. Damit gebe es keine Angelkarten mehr, so der Vorsitzende. "Ich fände das sehr schade", erklärte Kupfer.

Verstärkt warb der Vorsitzende um Mitarbeit im Vorstand. Locker ließe sich in diesem Jahr, der ein oder andere begleitend einarbeiten und im kommenden Jahr in der Hauptversammlung wählen. Die knackige und kurze Ansprache des Vorsitzenden ließ die Versammlung verstummen. Am Ende der Sitzung hat sich allerdings tatsächlich ein Mitglied gemeldet und bestätigt, er könne sich das Amt des Rechners vorstellen. "So stelle ich mir das vor", freute sich Kupfer gegenüber der Lahrer Zeitung.

Auch gute Nachrichten konnte Kupfer verkünden: Kein Auswirkungen auf die Fische bereite die Trockenheit. "Der See hat ausreichend Wasser", erklärt der Vorsitzende. Schon immer sei der Wasserspiegel in den Sommermonaten etwas tiefer. Sorgen macht dem Vorsitzenden ein anderes Problem: "Schlimmer sind die Wasserpumpen, die entlang der Schutter an den Grundstücken hängen und den Fischen buchstäblich das Wasser abgraben", stellte Kupfer gegenüber der LZ fest.

Die generelle Bilanz des Vorstands fiel allerdings durchweg positiv aus. Anerkennung und Lob gab es für das Anglerfest im August, das im vergangenen Jahr bereits zum 47. stattgefunden hat. Viele Arbeitsstunden wurden allein für die Aufgaben rund um die gepachteten Gewässer erledigt. 300 Stunden wurden für die Renovierung von Stegen, Müllsammelaktionen, Gewässerreinigungen an der Schutter und dem See oder für Arbeiten an der Anglerhütte geleistet.

Benz erklärte in seinem Bericht auch den Einsatz von Laichkörben im Moränensee. Dort lässt sich erst in den kommende Jahren ermitteln, ob sich die Anzahl der Fische erhöht hat. Die Fangstatistik sei auf jeden Fall sehr gut. Ein sogenannter Schwimmsteg auf Fässern werde zudem gebaut und ausprobiert. Aktuell zählt der Verein zwölf Jugendliche, so Benz.

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