Schuttern TuS Schuttern fegt Großweier weg

Hofweiers Timo Spraul (am Ball) erzielte bei der Niederlage gegen Ohlsbach zwei Tore. Foto: Wendling Foto: Lahrer Zeitung

Ein Schützenfest hat der TuS Schuttern am Wochenende in der Landesliga Nord gefeiert. Mit 43:26 deklassierte die Schmidt-Sieben den Tabellenvorletzten Großweier. Auch der TuS Ottenheim machte es deutlich.

(ps). HGW Hofweier II - SV Ohlsbach 25:30 (13:17). Ein seltsames Spiel bekamen die Besucher zu sehen. Die Gastgeber verschliefen im wahrsten Sinne des Wortes in jedem Spielabschnitt die ersten Minuten. Ohlsbach nutzte das aus und lag in der 10. Minute mit 7:0 in Front. Genau das gleiche Spiel nach Wiederanpfiff. Aus dem 13:17 Halbzeitstand war bis zur 38. Minute ein 13:23 geworden.

Doch wie schon in der ersten Hälfte rafften sich die Hausherren auch diesmal wieder auf und fanden Anschluss. Beim 25:26 in der 56. Minute wankte der Gast. Sollte es möglich sein, der Begegnung doch noch eine Wendung zu geben. Doch wäre das dann wohl des Guten zu viel gewesen. Jedenfalls gehörten die Schlussminuten wieder dem SV Ohlsbach, der mit vier Treffern den Auswärtssieg festmachte. Ein typisches Spiel, in dem es nur noch um den Spaß und vielleicht ums Prestige ging und deswegen, die Gastgeber vielleicht auch viel zu lange brauchten, um nur einigermaßen in die Partie zu kommen. So richtig schmerzte die Niederlage dann aber auch nicht. HGW: Hilger, Herbert, Zimmermann 2, Remmel 2, Deger, P. Isenmann 1, Schulz 6, Wolber 3/1, Monschein 2, Graf, Hackhofer, Einloth 7, M. Isenmann, Spraul 2. (eb). TuS Schuttern - TuS Großweier 43:26 (17:13). In einem unterhaltsamen Handballspiel besiegte der TuS Schuttern den Namensvetter aus dem Achener Raum deutlich mit 43:26-Toren. Die Leistungsunterschiede beider Teams wurde jedoch erst in der zweiten Spielhälfte deutlich.

Großweier gelang es zu Beginn der Partie zweimal in Führung zu gehen. 1:0 und 2:1 legten die Gäste vor, doch das sollte es dann gewesen sein. Nach sieben Minuten hatte der Gastgeber das Geschehen im Griff (5:2) und die Begegnung nahm Fahrt auf. Großweier zeigte sich in dieser Phase keineswegs wie ein Absteiger, sondern hielt den Rückstand besonders über Luca Herrmann und Niklas Mild in Grenzen. Erst zum Ende der ersten Hälfte konnte sich Schuttern dann auf vier Tore absetzen (17:13).

Schuttern drückt im zweiten Durchgang aufs Tempo

Die zweite Halbzeit machte dann deutlich, weshalb Schuttern oben und Großweier ganz unten steht. Mit Tempohandball vom Feinsten wurden die Gäste nun an die Wand gespielt. Besonders das magische Dreieck, Florian Kof, Christan Lederer (mit seinem wohl besten Spiel im Schutterner Trikot) und Arne Nienstedt waren nun nicht mehr zu halten. Ein 6:0-Lauf innerhalb von fünf Minuten zum 24:14 (37. Minute) machte alles klar. Jeder Ballverlust oder Fehlwurf der Babicz-Sieben wurde nun gnadenlos bestraft, wobei sich besonders der pfeilschnelle Paulus Leberl in Szene setzen konnte. Über 30:16 (43.), 38:20 (51.) und 41:22 (55.) wurde dann ein letztendlich deutlicher 43:26-Heimsieg eingefahren.

Am kommenden Dienstag, steht nun das Nachholspiel gegen den direkten Verfolger aus Ohlsbach an. Sollte die Schmidt-Sieben die Leistung des Spieltages konservieren können, wird es den Gästen um Marvin Lehmann und Max Echle schwer fallen, etwas Zählbares aus der Offohalle mitzunehmen. Schuttern: K. John, Krajnc; J. John 3, Kopf 8/3, Leberl 6, Lederer 9, Wendlinger, Nienstedt 7, Dittrich 4, Gambert 4, Gerteis 1/1, Gündogdu, de Weijer 1. (lb). TuS Ottenheim - TS Kehl 31:22 (17:10). "Die Einstellung war absolut top. Wir waren von Anfang an präsent", resümierte Ottenheims Coach Markus Heimburger nach einer klaren Angelegenheit für sein Team.

Ottenheims Max Mattes überragt in der ersten Hälfte mit sieben Toren

Bis zum Stand von 6:6 blieb die Partie noch ausgeglichen, dann konnte Ottenheim zunächst zum 10:6 wegziehen. Mit einem zweiten Zwischenspurt legten die Hausherren dann noch vor der Pause den Grundstein für den Erfolg. Sechs Treffer in Folge brachten eine 17:9-Führung. Ganz stark zeigte sich im ersten Durchgang Ottenheims Max Mattes, der immer wieder in Szene gesetzt wurde und gleich sieben seiner neun Tore in den ersten 30 Minuten beisteuerte. Ansonsten wollte Trainer Markus Heimburger keinen aus der Mannschaft herausheben, die in der Breite funktionierte und so konnte er allen Spielern ihre Einsatzzeiten geben. Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von David Heim, der kurz vor Spielende umknickte und verletzt vom Feld musste. Seine Diagnose steht noch aus. Ottenheim: Bertsch, Klein; Weißer 3, Betzler 6, Mattes 9, Métier 1, Weide 1, Thielecke 1, Heimburger 1, Heim, Funk 2, Berchtenbreiter 7/3, Frenk.

  • Bewertung
    0