Schuttern Schnelle Lösungen sind gefragt

Ob die Beleuchtung am Bahnhof, eine bessere Betreuung oder die Umgestaltung des Friedhofs: Gemeinsam wurde bei der Bürgerwerkstatt in den Gruppen um Ziele für Schuttern gerungen. Foto: Bohnert-Seidel Foto: Lahrer Zeitung

Schutterner Bürger haben Themen für ein Gemeindeentwicklungskonzept erarbeitet. Dabei einigten sie sich für den eigenen Ortsteil vor allem auf Ziele, die schnell umzusetzen sind. Aber auch einige langfristige Vorhaben wurden in den Blick genommen.

Schuttern. Eingeladen am Gemeindeentwicklungskonzept mitzuarbeiten, waren Ortschafts- und Gemeinderäte, Mitglieder von Vereinen sowie zwei Bürger, die per Zufall ausgewählt wurden. Diskutiert wurde Folgendes: Beleuchtung am Bahnhof: Den 40 Teilnehmern brannte die Situation am Friesenheimer Bahnhof unter den Nägeln. Ein Thema, das seit vielen Jahren in den Ortschaftsratssitzungen auf den Tisch kommt, ist die mangelnde Ausleuchtung und die fehlende Barrierefreiheit dort. Vor allem der Weg zum Bahnhof von Schutterner Seite her müsse besser ausgeleuchtet werden, wurde gefordert. Wohnraum:  Die Teilnehmer forderten bezahlbareren Wohnraum für alle, innerörtliche Verdichtung durch die Nutzung von Leerständen und Brachflächen, ökologisches und nachhaltiges Bauen durch Förderprogramme sowie den Erhalt des historischen Charakters des Orts durch Sanierung. Flexiblere Betreuung: Eigentlich sollten die 40 Teilnehmer ein Stimmungsbild ergeben, das sich auf die gesamte Anzahl der knapp 1350 Einwohner Schutterns herunterbrechen ließe. "Leider fehlten in der Besprechung aber die 30 bis 45-Jährigen", bedauerte Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf. Familien mit kleinen Kindern waren wenig vertreten. Aber auch die Großeltern stellten fest, dass eine flexible und bedarfsorientierte Betreuung in Kindertagesstätte und Schule ab dem Schuljahr 2020/21 notwendig sei. Friedhof, Radwege, Lärm- und Trinkschutz: In Schuttern ist eine Friedwald ähnliche Gestaltung des Friedhofs ab dem Haushaltsjahr 2021 gewünscht. Sehr viel Zuspruch erhält der Ausbau eines geschlossenen Radwegenetzes, das Schuttern bis 2025 mit den Nachbarorten verbinden soll. Verstärkter Lärmschutz- aber auch Trinkwasserschutzkonzepte seien für die kommenden drei bis fünf Jahre zu realisieren.

 Verkehr: Umstritten ist die Verkehrsberuhigung im Ort. Jakob Crone, vom Unternehmen MemoU (Mediation, Moderation und Coaching), das die Bürgerwerkstätten in den Ortsteilen begleitet, stellte fest: Das Thema Lastwagen-Verkehr durch Schuttern brauche noch viel Gesprächsbedarf. Bis 2023 wünscht sich die Arbeitsgruppe eine Lastwagen-Durchfahrt nur für Anlieger. Umsetzung: In Schuttern wollte sich niemand so recht mit einer langfristigen Ausrichtung der Konzepte auf die kommenden 10 bis 15 Jahre anfreunden. Stattdessen wollte man eine frühzeitige Umsetzung, so die Forderung aus der Bürgerwerkstatt. Recht schnell umsetzen ließe sich eine Broschüre, die alle Vereine vorstellt oder die verstärkte Förderung von Gesang in Verein und Schulen. Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf dankte allen, die intensiv am lebendigen Beteiligungsprozess mitgewirkt haben.

Friesenheim, Heiligenzell und Schuttern haben inzwischen ihre Bürgerwerkstätten abgeschlossen. Weiter geht es mit den Bürgerwerkstätten am Freitag, 15. November, von 15 bis 19 Uhr in der Sternenberghalle mit der Jugend. Oberweier ist am Samstag, 23. November, von 10 bis 17 Uhr in der Waldmattenhalle dran und Oberschopfheim am Donnerstag, 7. Dezember, von 10 bis 17 Uhr in der Auberghalle.

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