Schuttern "Akkordarbeit" für Zwiebelkuchen

Der Musikverein Schuttern hat bei seinem Herbstfest in der Offohalle nicht nur für musikalische Unterhaltung gesorgt. Die beliebten Kuchen werden während der Feier von Ehrenamtlichen gebacken.

Schuttern. Die Altenheimer Trachtenkapelle eröffnete am Sonntagmittag um 15 Uhr das Wein- und Musikfest des Musikvereins Schuttern mit dem Konzertmarsch "Salemonia" unter der Leitung von Yvonne Heizmann. Im Anschluss übernahm Dirigent Roland Gutbrod mit seinen Ottenheimern die Bühne und unterhielt die Gäste mit ebenfalls bester Unterhaltungs- und Konzertmusik.

Nach und nach trudelten auch die Gäste aus Schuttern oder Umgebung ein. Hedwig Rudolf reichte kurz vor 15 Uhr einen Apfelkuchen hinein und suchte sich einen freien Tisch. Aus der Küche kam Nathalie Matuschyk und zog sich zur Begrüßung der Gäste und der offiziellen Eröffnung die Schürze aus. Gemeinsam mit Erika Fimm, Sieglinde Bischoff, Nicole Kohler, Sabine Mieth und Silke Gutbrod war sie für die leckeren Zwiebel- und Rahmkuchen zuständig.

Seit vielen Jahrzehnten wird der Zwiebelkuchen von Musikerfrauen selbst gebacken. Die am längsten aktive Bäckerin war an diesem Sonntag Erika Fimm: "Seit 35 Jahren backe ich hier zum Fest den Zwiebelkuchen", erklärte die ehrenamtliche Helferin. Auf 30 Jahre Bäckerinnentradition schaut Sieglinde Bischoff: "Irgendwie wächst man halt da hinein", kommentierte Matuschyk, während sie in einem riesigen Topf einen Berg Zwiebeln dünstete. Wie viele Kuchen an solch einem Fest über die Theke gehen, wisse niemand. Mitgezählt wird nicht. Flink und Hand in Hand arbeiteten die Frauen. Mieth und Gutbrod wälzten die Teigplatten, Kohler schnitt die Zwiebeln und Fimm sowie Bischoff waren für die komplette Fertigstellung verantwortlich.

Am Sonntag war auch immer wieder ein Mann in der Küche zu sehen. Nicht der Kontrolleur, sondern Arnold Fimm, der in bewährter Manier die sieben Backöfen im Blick hielt. Für die Backstube brauchte es eben auch jemanden, der die Elektrik, bei sieben gleichzeitig backenden Herde im Augenwinkel behält. Arno Fimm brachte am Morgen die Herde vom Vereinsheim in die Offohalle. Abends fuhr er wieder vor und brachte sie zurück. Im Laufe der vergangenen Jahre wurden dem Verein immer wieder alte ausrangierte Herde geschenkt. "Ohne diese Vielzahl ginge es nicht", bemerkte Erika Fimm. Denn, der ein oder andere gebe auch zwischendrin gern wieder den Geist auf. Fast schon im Akkord gingen die Zwiebel-und Rahmkuchen über die Theke. Von der Umtriebigkeit in der Küche bekamen jedoch die Gäste nichts mit.

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