Schach-Saison wird nicht beendet Ettenheimer feiern den Aufstieg

Die zweite Mannschaft der Ettenheimer Schachfreunde geht in der kommenden Saison in der Bezirksklasse ans Brett. Die dritte Mannschaft steigt wohl ab.Symbolfoto: Augstein/dpa Foto: Lahrer Zeitung

(red/lüb). In den deutschen Schachligen geht schon seit geraumer Zeit nichts mehr. Im März 2020 wurde die Saison 2019/20 unterbrochen, die Spielzeit 2020/21 wurde gar ganz abgesagt. Jetzt haben die Vereine des Schachbezirks Freiburg beschlossen, die Runde 2019/20 für beendet zu erklären. Davon profitiert die zweite Mannschaft der Ettenheimer Schachfreunde, 2019/20 Erster in der Kreisklasse A, und steigt in die Bezirksklasse auf.

Die Entscheidung der Vereine sei, so heißt es in der Mitteilung der Ettenheimer Schachfreunde, "mit großer Mehrheit" gefällt worden. Ursprünglich war vorgesehen, die weit fortgeschrittene Saison, mittlerweile wurden sieben von neun Spieltagen ausgetragen, nach Abklingen der Pandemie mit den fehlenden zwei Runden noch im Juli abzuschließen. Jetzt ist der aktuelle Tabellenstand maßgebend für den Auf- und Abstieg – und der erste Aufstieg in der Vereinsgeschichte der Ettenheimer perfekt.

Dritter Mannschaft droht der Abstieg

Großen Anteil an Meisterschaft und Aufstieg habe Mannschaftskapitän Jürgen Himmelsbach, der das Team seit Jahren organisiert und betreut und nicht zuletzt selber viele wichtige Punkte in den Mannschaftskämpfen erzielt habe. Insgesamt berief Himmelsbach fast ein Dutzend Spieler ins Team.

"Unsere dritte Mannschaft steht dagegen in der Kreisklasse C mit 4:10 Punkten und 13,5:21,5 Brettpunkten auf dem vorletzten Platz und muss damit wahrscheinlich absteigen; es sei denn, dies wird durch den Rückzug einer Mannschaft in der C-Klasse noch verhindert", so die Schachfreunde. Die vierte Ettenheimer Mannschaft verbleibt in ihrer ersten Saison mit 1:13 Punkten und 5:23 Brettpunkten in der Kreisklasse D.

Regulär beendet wird die Saison in der Landesliga, da diese Spielklasse dem Badischen Schachverband direkt unterstellt ist. Einen unerwarteten 4,5:3,5-Sieg feierte dort die erste Mannschaft der Ettenheimer Schachfreunde beim Tabellenzweiten SF Hörden. Dieser trat nur an sieben Brettern an, sodass die Ettenheimer mit einem 1:0-Vorsprung ins Rennen gingen. Patrick Berg, Peter Kirschner und Andreas Lindenthal erspielten jeweils ein Remis. Jürgen Köbler gewann seine Partie souverän. "Bravourös war die Leistung von Colin Kone, dem derzeit stärksten Jugendspieler der Schachfreunde. Er bezwang seinen nominell viel stärkeren Gegner in einer sehenswerten Partie", so die Mitteilung.

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