Sasbach Spektakulärer Kräftemessen im Kilt

Prinzbach/Schönberg - Auch die 16. Auflage der Highland-Games während des Sommerfests des Musikvereins Prinzbach-Schönberg haben Tausende Schaulustige verfolgt. Bei den waghalsigen Wettkämpfen spielten sich teils spektakuläre Duelle ab.

Neu war die Disziplin Seiltanz. Den hatten die "Highländer" des Musikvereins eigens für die 16. Auflage der Spiele kreiert. Zwei Seile waren um je ein Holzgerüst geschlungen. Eine einfache Regel besagte, dass jeder der Teilnehmer von den insgesamt 16 Mannschaften – auch aus Schönberg, Schuttertal, Dörlinbach und aus Schweighausen – exakt dem Seil durch das Gerüst folgen musste.

Dafür, dass die Haftung nicht verloren ging, dafür sorgte ein Karabinerhaken. Ein Highländer sagte dazu: "Es geht einfach gegen die Uhr." Sieger wäre, wer am schnellsten an der einen Seite losklettern und am anderen Ende herauskommen würde. Das Klettern oder Hangeln gegen die Uhr sei genug Stress.

Ein Klassiker neben dieser neuen Disziplin war das Baumstammwerfen. Weit gefehlt, wer an einen simplen Wurf – je weiter, desto mehr Punkte – dachte. Es gab hier nämlich eine B-Note: Der Baumstamm, 5,4 Meter lang, etwa 25 Zentimeter Durchmesser, wog 32,5 Kilogramm. Hier stellten die 16 Mannschaften jeweils einen Werfer. Der "Wurf" hatte es aber in sich. Der Stamm musste sich einmal um den Schwerpunkt drehen und auf zwölf Uhr in einem vorgezeichneten Kreis landen. Jeder hatte drei Würfe – und hier trennten sich Spreu vom Weizen.

Beim Seilziehen geht es in der Regel um entgegengesetzt wirkende Kräfte. Was aber, wenn vier Gruppen an vier Seil-Enden ziehen? Die Zuschauer, gerade von den erhöhten Plätzen aus, hatten einen Heidenspaß, diesem Spektakel zuzusehen.

Für Abkühlung sorgte bei den Teilnehmern ein anderer Klassiker: "Splashing your Rival" ist ebenfalls von Anfang an dabei. Zwei Gegner balancierten auf einem Baumstamm und versuchten, sich mit Stoffbeuteln zu treffen. Ziel: Den Gegner damit ins Wasser werfen. Gewinner ist in dieser Disziplin, wer zuletzt trocken geblieben ist.

Kommentator Josef Himmelsbach von den "Highlandern" hatte das nötige Feingefühl, Pleiten, Pech und Pannen dem Publikum so zu erklären, dass die tapferen Kämpfer nicht ganz und gar beleidigt waren. Beim Sackhüpfen sahen die Pannen einige Male sogar gravierend aus. Was aber kein Wunder ist, denn alle Mitglieder einer Mannschaft hatten nur einen Sack – auch das bot einen Anblick, den man in der Region so nur in Prinzbach bei den Highland-Games haben kann.

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