Rust Zwei Jahre Unterricht in Containern

Über das Raumangebot der Grund- und Gemeinschaftsschule Rust hat der Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik der Gemeinde Rust am Montagabend entschieden: Nun soll mit Containern deutlich mehr Platz geschaffen werden.

 

Rust. Die Schülerzahlen steigen und der Platz wird kleiner. Auch das Raumangebot der Grund- und Gemeinschaftsschule war daher Thema im Ausschuss für Bau, Umwelt und Technik (BUT).

  Unterricht in Containern: Grund- und Gemeinschaftsschule Rust unterrichtet Schüler vorübergehend für zwei Jahre in einer Containeranlage am Ostrand der Walter-Schießle-Straße. Bis zum Schuljahresbeginn im September sollen die Container mit einer Länge von rund 33 und einer Breite von rund 15 Metern, sieben Klassenzimmern und einem Sanitärbereich genutzt werden können. Erstmals werden 41 Schüler der Klassenstufe sieben in zwei Klassen in Rust unterrichtet. Die Klassenstufen fünf und sechs gehen in der Außenstelle Grafenhausen in die Ferdinand-Ruska-Schule zum Unterricht, in Rust werden die Klassenstufen sieben bis zehn in die Gemeinschaftsschule (GMS) gehen.

 Steigende Schülerzahlen: Weil den Schülerzahlen eine vorausschauende Prognose zugrunde liegt, werden die Schulen an beiden Standorten, Rust und Kappel-Grafenhausen, erweitert. "Die Gemeinschaftsschule wächst erfreulich rasant", sagte Bürgermeister Kai-Achim Klare in der vergangenen BUT-Sitzung in Rust.   Rückblick: Der Gemeinderat in Rust beschloss nach intensiven Berechnungen und Beratungen bereits den Neubau einer Schulsporthalle mit Mehrzwecknutzung, dessen Bau bereits begonnen hat.

  Ausblick: Nach dessen Fertigstellung in der östlichen Erweiterung nördlich des Ellenweges wird die bisherige Rheingießenhalle in unmittelbarer Nähe der Schule abgerissen. An deren Stelle ist dann die Schulhauserweiterung in Rust geplant.

  Bewährte Lösung: Mit Containerlösungen hat Rust inzwischen gute Erfahrungen gemacht, denn im Rahmen der Sanierung des kommunalen Kindergartens wurden die Kinder ebenfalls in einer Containeranalge auf dem Parkplatz der Rheingießenhalle betreut. Die Lage des Neubaus in unmittelbarer Nähe des kommunalen Kindergartens und der kurze Weg zur Schule sei ein günstiger Standort und gut zu erschließen, meinte Klare.

  Noch immer vor Ort: Karl-Heinz Debacher, vor kurzem in den Ruhestand verabschiedet, ist noch immer in seinem Büro anzutreffen, denn es gibt Einiges aufzuräumen, 16 Jahre Rektor in Rust haben Spuren hinterlassen, die es gilt zu sortieren. Er gehe entspannt in den Ruhestand, teilte er auf Nachfrage mit. Wenn er alle Ämter, die ihm angeboten wurden, annehmen und ausführen würde, könnte er gerade so weiter machen. Aber nach den Ferien wird der Neue, nämlich Christian Moser, bisher Konrektor in Rust, das Amt übernehmen. Sein Einstieg wird wohl übergangslos stattfinden, zumal Moser die Verhältnisse an der Schule und auch die Schüler bestens kennt.

 Antrag des Europa-Parks: Der abgebrannte Themenbereich Skandinavien wird wieder aufgebaut. In der jüngsten Sitzung des BUT stellte der Europa-Park einen entsprechenden Antrag dafür. Wie Bürgermeister Klare erklärte, wird die Fassade "in Struktur und Form" gleich bleiben wie vorher, die Technik dahinter werde jedoch gemäß neuster Bauvorschriften und Brandschutzrichtlinien eingerichtet. Der Wiederaufbau soll bis zum Start der Sommersaison 2019 beendet sein. Das Gremium hatte keine Einwände gegen den Bauantrag. Offenbar wird eine Versicherung einen Teil der Kosten übernehmen.

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