Rust "Zapfsäule" erst der Anfang

Weiterer Schritt Richtung E-Mobilität: Der Ruster Gemeinderat nahm am Montag die erste kommunale Ladestation für Elektrofahrzeuge in Betrieb. Foto: Mutz Foto: Lahrer Zeitung

Die Gemeinde Rust hat am Montagabend die erste kommunale Ladestation für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen. Die Anlage auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus soll nicht die einzige bleiben.

Rust. Daniel Kalt, Kommunalberater der EnBW, übergab der Gemeinde offiziell die Station mit zwei Stellplätzen. Nach Maßgabe des von der Gemeinde beschlossenen Energiekonzepts unter der Leitung der Badenova werden weitere Stationen folgen, versprach Bürgermeister Kai-Achim Klare. Gute Nachrichten auch für eine Reihe von Ruster Bürgern, die sich bereits auf eigene Initiative elektrisch betriebene Golf-Carts angeschafft haben. Drei weitere Ladesäulen im östlichen Neubaugebiet, eine davon bei der neuen Rheingießenhalle, sind von der Gemeinde bereits projektiert.

Als Ergebnis des gemeinschaftlichen Elektromobilitätskonzepts der Gemeinde Rust, des Europa-Parks und der Badenova wurden im vergangenen Jahr bereits zehn Ladepunkte für E-Fahrzeuge im Europa-Park errichtet. Eine Ladesäule wurde neulich auch vor dem neuen Wasserpark-Hotel Kronasar installiert, weitere sollen hinzukommen.

"Die Kommunen sind als Vorreiter der E-Mobilität gefordert", sagte Klare, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum seien Ladepunkte erforderlich. Zum Ziel von Bundeskanzlerin Angela Merkel, bis zum Jahr 2030 eine Million Ladepunkte zu installieren, werde die Gemeinde Rust ihren Beitrag leisten, so Klare.

Daniel Kalt erläuterte Bürgermeister und Gemeinderäten die Funktion der Ladesäule, deren Nutzung ein gewisses Maß an digitalem Verständnis erfordert. Die Kosten für die Errichtung der Ladesäule bezifferte der EnBW-Vertreter auf rund 12 000 Euro, 40 Prozent davon könnten als Zuschuss zurück in die Gemeindekasse fließen.

Nicht nur in Sachen Elektromobilität geht es in Rust voran: Nach der Inbetriebnahme der E-Ladesäule vergab der Gemeinderat bei seiner Sitzung am Montag zwei weitere Gewerke für den Innenausbau der neuen Schul- und Sporthalle mit Mehrzwecknutzung (neue Rheingießenhalle). Für die Lieferung und den Einbau der Innentüren waren im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung sechs Unternehmen zur Abgabe eines Angebots aufgefordert worden. Lediglich ein Angebot von der Firma Schwarzwald Elemente aus Stockach in Höhe von rund 86 500 Euro lag der Gemeinde zur Submission vor – und wurde angenommen. Der Preis liegt rund 10 000 Euro über der Kostenermittlung. Für den Bau und die Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Rheingießenhalle wurden elf Unternehmen um ein Angebot gebeten. Zwei Firmen zeigten Interesse, die Firma Solemio aus Vogtsburg war mit dem Angebotspreis von knapp 90 000 Euro günstigste Bieterin und erhielt den Auftrag. Sie lag mit rund 5000 Euro ebenfalls über der Kostenermittlung.

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