Rust Strom kommt vom "Carport"

Die Fotovoltaikanlagen auf den Parkplatz-Dächern des Wasserparks liefern die Solarmodule schon seit September via Sonnenenergie Strom in den Park. Foto: Badenova Foto: Lahrer Zeitung

Rust. Einen weiteren Schritt zu einer nachhaltigen Energienutzung hat der Europa-Park mit der offiziellen Inbetriebnahme der großflächigen Fotovoltaikanlage auf den überdachten Parkplätzen der Wasserwelt Rulantica getan. Bei einem Pressetermin informierten Park-Chef Roland Mack sowie Thorsten Radensleben und Klaus Preiser von Badenova am Mittwoch über das Projekt "Fotovoltaik-Carport", das gemeinsam realisiert wurde und dessen Strom für den Eigenbedarf genutzt werden soll.

Die überdachten Parkflächen wurden mit 3000 Solarmodulen bestückt und liefern nach Angaben von Badenova eine Jahresleistung von rund 1,1 Millionen Kilowattstunden. Dadurch würden 600 Tonnen CO2 eingespart. Mit der erzeugten elektrischen Energie könnten 300 bis 400 Haushalte ganzjährig versorgt werden, so Mack.

Ein Viertel seines Bedarfs deckt der park selbst ab

Der neue "Carport" erstreckt sich über die rund 9000 Quadratmeter große Parkfläche der Wasserparks und überdacht 400 Parkplätze. Die Kosten einer derartigen Anlage seien zwar höher, aber die Bedachung der Carports diene gleichzeitig als Sonnen- und Regenschutz. Unter diesen Gesichtspunkten der Mehrfachnutzung sei dies wirtschaftlich, sagte Mack. Zu der Investitionssumme gab es keine Informationen. Es gebe wenige Anlagen dieser Art, man sei bei der Planung und Realisierung ständig auf der Suche nach einer weiteren Zusatznutzung gewesen, betonte Preiser.

Das Thema Umwelt sei bei der Planung und dem Bau des Wasserparks wichtig gewesen, betonte Roland Mack. Seit der Inbetriebnahme der Anlage habe man bereits 120 000 Kilowattstunden Strom für den Eigenbedarf eingespeist. Die Energieversorgung und -sicherheit stehe dabei im Vordergrund. Die Anlagentechnik werde dies gewährleisten, ist sich Mack sicher. Auftretende Netzprobleme sollen durch zwölf installierte Wechselrichter ausgeglichen werden. Diese wandeln den Gleichstrom in Wechselstrom um.

Was erneuerbare Energie anbelangt, sieht sich der Europa-Park als "Leuchtturm", man sei gut aufgestellt, meinte Mack und fügte an: "Wir werden mit dem Thema nicht aufhören."

Markus Spoth, Energiemanager im Europa-Park, erklärte, dass ein Wasserkraftwerk, zwei Blockheizkraftwerke im Europa-Park sowie ein weiteres im Wasserpark zusammen eine elektrische Leistung rund 690 Kilowatt liefern. Der so erzeugte Eigenstrom decke etwa 25 Prozent des Gesamtstrombedarfs des Europa-Parks ab, so Spoth.

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