Rust Straßenfest beginnt mit herbstlichem Wetter

Rust - Trotz Regens hatte der Bürgermeister von Rust, Kai-Achim Klare, bei seinem fünften Fassanstich am Ruster Straßenfest gute Laune. Von seinem Urlaub erholt, verbreitete Klare in seiner Begrüßungsrede Optimismus.

 

"Sommer, Sonne, Straßenfest", lautet normalerweise die Gleichung für das Fest, das zum 43. Mal auf dem Festplatz am Allmendsee stattfand. Man lasse sich von der "erhöhten Luftfeuchtigkeit" nicht irritieren, sagte Klare. Er sollte Recht behalten, denn am zweiten Tag ließ sich die Sonne blicken.

Wegen des Regens war der Festmarsch vom Rathaus und Schloss Balthasar reduziert. Auf die übliche Kutschfahrt wurde verzichtet und die Musikkapelle spielte direkt vor Ort. Lediglich der Fanfarenzug führte den Zug zum Festplatz musikalisch an.

In seiner Eröffnungsrede dankte Klare besonders den vielen Helfern der 17 Vereine, die das Fest Jahr für Jahr gestalten – in diesem Jahr unter der Verantwortung von Daniel Punkt, Andreas Koch, Frank Moog, als Vertreter der Vereinsgemeinschaft sowie Annette Schmider von der Gemeindeverwaltung und dem Bauhof. Unter den zahlreichen Ehrengästen waren auch Freunde aus der Partnergemeinde Marlenheim mit Bürgermeister Marcel Luttmann an der Spitze. Klare pries das reichhaltige Angebot von "handgemachten Köstlichkeiten" in den Lauben und an den Ständen an. Nach vierjähriger Erfahrung war auch der fünfte Fassanstich für Klare kein Problem. Danach gab es für alle Freibier unterm Regenschirm und bei kühlen Temperaturen.

Die Lauben füllten sich nur langsam, aufgrund der Witterung hielt sich der Besucherandrang in Grenzen. Auf der Festbühne bemühte sich die Band "Kranzlers" mit heißen Rhythmen die Stimmung zu steigern. Aber die Lust auf ein Tänzchen wollte sich noch nicht einstellen. Die Vereine waren dennoch gut auf die Gäste vorbereitet. Bereits zwei Wochen vor dem Fest wurde zum Teil mit dem Aufbau der Lauben begonnen. Aus der Laube der Balthasarhexen lockten feine Gerüche von gegrillter Ochsenkeule Besucher an. Seit 2009 gibt es dieses Gericht bei der Zunft, der 75 aktive Mitglieder angehören. Zwölf Stunden dreht sich die Keule am Spieß, bis sie in Stücken auf den Teller kommt, sagte Grillchef Martin Greitmann, stellvertretender Vorsitzender der Zunft. Vier Keulen, jede rund 30 Kilogramm, kamen nacheinander an den Spieß.

Der Samstag war ein echter Sonnentag, Anlass für die Senioren, am Nachmittag in die Laube der Balthasarhexen zum traditionellen Seniorentreff zu kommen. Alleinunterhalter Bernhard Lang lud die Senioren zum Mitsingen ein. Eine Überraschung war der Gesangsauftritt des Gesangsquartetts "Singende Hausfrauen" aus Friesenheim. Am Abend sorgte die Band "Celebration" für musikalische Unterhaltung,während in den Lauben und auf der "Gass" Hochbetrieb herrschte. Ein erstes Fazit der Vereinsgemeinschaft: "Der Freitag war mau, aber dann ging es aufwärts".

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