Rust Spatenstich für neues Wohngebiet

Eröffnen mit Spaten und Helm das neue Baugebiet "Ellenweg IV" bei Rust (von links): Günter Erny (Gemeinderat), Bettina Baier (Freiraum-Konzept), Peter Sackmann (Zink), Lioba Fischer (Büro Fischer), Elke-Maria Ringwald (Gemeinderätin), Bürgermeister Kai-Achim Klare, Frank Hamer (LBBW), Anja Gruninger (Gemeinderätin), Philipp Sackmann (Zink) und Christian Ittrich (Baufirma Schleith) Foto: Mutz

Rust - Was der Gemeinderat bereits vor längerer Zeit beschlossen hat, nimmt nun Konturen an: Am Mittwoch ist der Startschuss für den Bau des neuen Wohngebiets "Ellenweg IV" gefallen, in dem einmal 340 Menschen ein neues Zuhause finden sollen.

Mit dem symbolischen ersten Spatenstich gab Rusts Bürgermeister Kai-Achim Klare den Startschuss für ein weiteres neues Wohnbaugebiet "Ellenweg IV". Nach der vollständigen Erschließung des rund 4,3 Hektar großen Gebietes zwischen Innerer Ring, Erich-Spoth-Straße und Ellenweg stehen für Bauwillige 47 neue Bauplätze für rund 340 Bewohner zur Verfügung.  

> Keine Hotels: Wie bereits in den Wohnbaugebieten Ellenweg II und III festgelegt, sind Beherbergungsbetriebe, Tankstellen und Gartenbaubetriebe nicht zulässig.  

> Drei Nutzungszonen: Mit drei Nutzungszonen (NZ) ist die Zahl der Wohnungen in den Gebäuden, und somit auch für unterschiedliche Bedürfnisse von Bauwilligen, festgelegt: In der Zone 1 sind für 38 Einzelhäuser drei Wohnungen pro Gebäude, in der Zone 2 sind sieben Mehrfamilienhäuser mit maximal neun Wohnungen, in der Zone 3 für ein Gebäude bis zwölf Wohnungen möglich.

 > Verkehrsanbindung: Die zukünftige Verkehrserschließung des Wohngebietes erfolgt über den Inneren Ring, die Erich-Spoth-Straße und den Ellenweg. Bauträger der Erschließung der Infrastruktur ist, wie bereits in den Wohnbaugebieten Ellenweg II und III, die LBBW Kommunalentwicklung. Die Tiefbauplanung erfolgte über das Planungsbüro Zink aus Lauf, den Bebauungsplan entwickelte das Planungsbüro Fischer aus Freiburg.

 > Neue Einrichtungen: Die Baufirma Schleith aus Umkirch hat bereits mit den Tiefbauarbeiten begonnen. "Wir machen heute einen ganz entscheidenden Schritt zur Verwirklichung von Ellenweg IV und des zukünftigen Bürgerparkes", sagte Klare beim Spatenstich vor vielen Gästen am Rande des Baugebietes. Für den Bürgerpark, in den das zukünftige Bürger- und Kulturhaus südlich des Ellenweges, sowie der Mehrzweckhalle mit Schulsportanlage nördlich des Ellenweges, integriert sein werden, werden bereits Leitungen für Wasser, Abwasser und Oberflächenwasser verlegt, informierte Peter Sackmann von Ingenieurbüro Zink.

 > Preise: 32 Bauplätze werden im neuen Baugebiet von der Gemeinde zur Verfügung gestellt. Der Verkaufspreis sei noch nicht festgelegt, sagte Klare, er werde aber mindestens 200 Euro pro Quadratmeter erschlossenen Grundes betragen. Die Nachfrage nach den Bauplätzen sei deutlich höher, als dass man alle Bauwilligen bedienen könne. Ein Vorauswahlverfahren habe bereits stattgefunden, sagte Klare auf Anfrage unserer Zeitung. Die restlichen Flächen für Bauplätze werden von Privateigentümern in das Umlegungsverfahren eingebracht.

 > Wärmeversorgung: Alle öffentlichen Gebäude werden mit sogenannter kalter Nahwärme, die Wohngebäude mit Gas versorgt. Anschlusszwang bestehe aber nicht, sagte Bürgermeister Klare.

 > Stimmen zum Spatenstich: Mit der weiteren Wohnbauerschließung und dem Bau öffentlicher Gebäude (Kindergarten, Bürger- und Kulturhaus, Mehrzweckhalle, Schulsportanlage) ziehe sich ein starkes städtebauliches Band als Ostwest-Achse von der Ortsmitte über den Bürgerpark, den Wohngebieten bis hin zum Wasserpark, erwähnte Klare: "Wir bauen für unsere Kinder das Rust von morgen", zitierte Klare die Gemeinderätin Anja Gruninger. Peter Sackmann vom Planungsbüro Zink sprach von einer Win-Win-Situation.

 > Geländeverbrauch: Die Versickerungsanlagen seien zwar zu Lasten von Bauplätzen flächenintensiv, zeige aber auch das ökologische Bewusstsein der Gemeinde und des Erschließungsträgers. Man habe nicht sehr oft so große Einheiten, meinte Sackmann, eine Fläche von rund einem Hektar werde asphaltiert, bzw. gepflastert. Sie seien aber notwendig, um das Gebiet zu erschließen und um Verkehrsverbindungen herzustellen. Rund 2000 Lkw Dreiachser werden benötigt, um 14 500 Kubikmeter Kiesaufschüttung für die Erschließung in das Gelände zu bringen.

  • Bewertung
    1