Rust So viele Besucher dürfen in den Park

Teures Vergnügen: Die Corona-Krise hat den Europa-Park hart getroffen. Foto: Europa-Park

Rust - Wenn der Europa-Park am 29. Mai seine Tore öffnet, werden pro Tag maximal 15 000 Besucher eingelassen. Diese Zahl hat Roland Mack nun genannt. Die Corona-Krise hat das Unternehmen laut seinem Inhaber bislang fast 100 Millionen Euro gekostet.

Verkauf der Online-Tickets startet 

Am heutigen Mittwoch startet der Europa-Park mit dem Online-Verkauf seiner Tagestickets. Wie berichtet, ist neben zahlreichen Hygienemaßnahmen eine der Auflagen zum Saisonstart die Einführung einer Besucherobergrenze. Wie hoch diese ist, dazu hält sich der Park offiziell bedeckt. Auf Nachfrage erklärte die Pressestelle lediglich: "Wir haben uns in Rücksprache mit den Behörden auf eine massive Reduzierung der Besucherzahlen verständigt."

Maximal 15.000 Besucher dürfen in den Park 

Gegenüber der Süddeutschen Zeitung ist Park-Chef Roland Mack konkreter geworden. Einem Bericht vom Dienstag zufolge liegt die maximale Gästezahl zunächst bei 15 .000. Zur Einordnung: In normalen Zeiten pilgern an starken Tagen schon mal 45 .000 Achterbahn-Fans nach Rust. "Wir möchten kein neuer Infektionsherd werden", betont Mack. Die Gesundheit der Mitarbeiter und Besucher stehe "über allen anderen Interessen". Ob die angepeilten Zahlen auf Dauer zu halten sind, wird sich zeigen – und liegt nicht zuletzt in den Händen der Besucher selbst. Mack: "Wenn der Kunde bei den Abstandsgeboten nicht mitspielt, wird es schwer." In den Fahrgeschäften soll Distanz gewahrt werden, indem Familien zusammensitzen, möglicherweise würden auch Reihen und Sitze freigehalten.

Umsatzverlust wahrscheinlich 100 Millionen Euro 

Der Europa-Park startet zwei Monate später als geplant in die Sommersaison. Der Chef gesteht: Er sah die Zwangspause nicht kommen. Selbst als die ersten chinesischen Parks wegen des Coronavirus hatten schließen müssen, habe er nicht damit gerechnet, "dass es uns auch treffen könnte".

Nachdem die Wasserwelt Rulantica Mitte März ihre Türen zusperren musste, schickte das Unternehmen insgesamt 2000 Angestellte in Kurzarbeit und schob ebenso viele Arbeitsverträge auf. Geplante Investitionen in Höhe von 40 Millionen Euro seien gestoppt worden, sagt Mack. Inklusive Hotels und Veranstaltungen rechnet er mit einem Umsatzverlust von knapp 100 Millionen Euro. Weil man über "hervorragende Bankverbindungen" verfüge, komme der Park aber ohne KfW-Kredite aus.

Bei einem Treffen mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier, sagte Roland Mack der Süddeutschen Zeitung, werde es um Hilfen für den Mittelstand gehen. Der 70-Jährige fordert Steuerabschreibungen und Investitionszuschläge.

Fragen von Abo-Gästen geklärt 

Seit der Bekanntgabe des Eröffnungsdatums sieht sich der Europa-Park einer regelrechten Flut von Fragen gegenüber. Auf der Internetseite des Parks wurden am Dienstag einige beantwortet.

So ist nun etwa klar, dass Dauerkartenbesitzer, deren Abo während der Corona-Schließung beziehungsweise der Zeit der Besucherbegrenzung abgelaufen ist, nicht in den Genuss eines monatlichen Gratis-Besuchs kommen. Eine Verlängerung des Jahreskarte ist aktuell bekanntlich nicht möglich.

Für alle anderen gilt in jedem Fall: schnell sein. "Je nach Besucherandrang kann es passieren, dass für bestimmte Tage kostenfreie Tickets für Clubkarteninhaber(innen) nicht mehr verfügbar sind", teilt der Europa-Park mit. Die gute Nachricht für Dauergänger: Bei der Berechnung der Zusatztage, um die sich ihr Jahresabo aufgrund der aktuellen Situation verlängert, werden die regulären Schließtage zwischen Sommer- und Wintersaison ausgeklammert, sodass sie die entfallenen Besuchstage der Sommersaison 2020 komplett nutzen können.

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